Betrifft: „Gehören Tauben in unsere Innenstadt?“ (NWZ vom 25. Januar); über den Verein Stadttaubenhilfe, der Tiere füttert und verletzte Tauben versorgt

Ich bin Anwohner des Platzes an der Haltestelle Lappan, direkt neben der VWG Mobilitätszentrale. (...) Ich bin kein Taubenhasser. Aber dennoch stehe ich eindeutig auf der Contra-Seite, aus folgenden Gründen: Jeden Tag sehe ich den wiederkehrenden Taubenzirkus hier vor dem Haus. Die Tauben in diesem Bereich (grob geschätzt ca. 130), werden täglich mehrfach von verschiedenen Leuten gefüttert.

Hierzu gehört insbesondere ein älterer Mann, der dort über den Platz mindestens zwei Tüten „Trill-Vogelfutter“ verteilt. Zugleich kommt fast täglich eine Frau, die mit einer prall gefüllten Plastiktüte Brotkrumen verteilt. Und der Verein „Stadttaubenhilfe“ füttert dann nochmals dazu.

Hier findet meiner Ansicht nach eine extreme „Überfütterung“ statt; Tauben können sich sehr wohl ohne Zufütterung am Leben erhalten. (...)

Wir haben hier vor Ort zwar noch keine Taubenplage; aber die Population wird durch die ständige Befütterung deutlich größer. Und hierzu gebe ich Herrn Kiefer völlig recht, wenn er sagt: Gut gemeint ist nicht gleich gut gemacht. Da der Verein Stadttaubenhilfe sich anbietet, die Häusings zu reinigen, biete ich hiermit Frau Krüger und Frau Freymadl an, die Häusing zwischen Staulinie 2 und VWG-Zentrale zu begehen und den mittlerweile mehreren Zentimeter hohen Kot und die Taubenleichen und Taubeneier zu entfernen.

Frank Albers Oldenburg

(...) Tauben sind weder hier in Oldenburg noch anderswo eine Plage, sie verursachen keine Krankheiten (...).

Tauben sollten als das, was sie sind, betrachtet werden: Als ausgesetzte Haustiere. Genauso wie die Straßenkatzen ehemals Besitzer hatten, oder von ausgesetzten Katzen abstammen, sieht das bei der Taube nicht anders aus.

Bis zum Zweiten Weltkrieg und kurz darüber hinaus wurden Tauben für den Verzehr gezüchtet. Als das nicht mehr nötig war, weil das Warenangebot sich in den Geschäften veränderte, ließ man die Tauben einfach frei. Verschärft wurde und wird das Problem für die Tauben, weil immer wieder Brieftauben in den Städten stranden und sich den Schwärmen anschließen.

Zuchtselektion sorgte dafür, dass sich Tauben unabhängig vom Futterangebot und unabhängig von Witterungsbedingungen bis zu acht Mal im Jahr brüten. Also viel öfter als ihre wildlebenden Artgenossen.

(...) Wenn die Taube von dem leben muss, was Menschen weg werfen, dann entsteht der verpönte Hungerkot. Der Hungerkot ist das, worüber sich Menschen aufregen.

Die Schwärme an Stadttauben ergeben nicht viele Tiere. Vielleicht 150 Tauben, die man wunderbar in einen Taubenschlag zusammen führen kann. Dort würden sie sich tagsüber aufhalten und aus dem Stadtbild verschwinden. Sie bekämen das artgerechte Futter, die Nachzucht kann kontrolliert werden, durch Austauschen der Eier, es gäbe keinen Hungerkot mehr auf Dächern und Fensterbrettern.

Anstatt gegen die Tauben zu wettern, sollten sich alle Beteiligten für einen Taubenschlag stark machen. Das wäre die Lösung, die effektiv wäre und Erfolg verspricht.

Angelika Rimbach Oldenburg

Als Eigentümerin eines Hauses in der Innenstadt bin ich von der Taubenplage betroffen. Die Tauben sitzen auf Fensterbänken, Regenrinnen, Flachdächern, Balkonen und auf jeglichen Vorsprüngen meines Hauses und verschmieren diese massiv mit ihrem aggressiven Kot.

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Mittlerweile sind Balkone und Flachdächer meines Hauses eingenetzt und Fensterbänke wie Vorsprünge mit zahlreichen Spikes bestückt. Trotzdem suchen die Tauben noch die Häusing, die als Durchgang von Passanten genutzt wird, auf, um hinter den Mülltonnen zu brüten. Hinzu kommen Beschwerden über die Taubenplage von Mietern und Anliegern an mich, als hätte ich die Taubenplage zu verantworten. Das Füttern von Tauben trägt zu einer vermehrten Population in der Innenstadt bei. (...)

Petra Blohm-Stahmer per E-Mail

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