KREYENBRüCK Die rollende Redaktion besuchte gestern Kreyenbrück. Bürger sagten ihre Meinung.

Von Susanne Gloger KREYENBRÜCK - Es ist Weihnachtszeit, Zeit für Überraschungen, und die gab es gestern in der rollenden Redaktion auf dem Kreyenbrücker Marktplatz. Für alle Gäste ein Genuss war der Besuch der Kinder vom Kindergarten der St.-Johannes-Kirche. Die kamen nicht nur, um ein Präsent zu überreichen, sondern auch, um ein Weihnachtslied zu singen. „Bei uns geht’s multikulti zu“, betont Kindergartenleiterin Germaid Eilers-Dörfler. Die christlichen sowie muslimischen Eltern der Kinder akzeptierten die jeweils andere Religion.

Das Miteinander der Alteingesessener und Neuhinzugezogenen schätzt auch Pastor Christian Lühder vom evangelischen Pfarrbezirk. Und er findet den Arbeitskreis Kreyenbrück „klasse“. Dieser Runde Tisch werde vom engagierten Stadtteiltreff organisiert.

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Rührig sind auch die katholischen Gemeindeglieder. Die Nachricht, die St.-Michael-Kirche werde geschlossen, hat einige von ihnen veranlasst, sich im Freundeskreis „Rettet St. Michael“ zusammenzufinden. Gestern verkündete Walter Müller, eines der Mitglieder, frohe Botschaft: „Wir waren beim Offizialat in Vechta und haben den verbindlichen Bescheid bekommen, dass die Kirchenheizung doch repariert wird. Wir gehen nun davon aus, dass die Kirche – zumindest in nächster Zeit – nicht geschlossen wird.“

Erwin Kalbfleisch vermisst Ruhebänke entlang des Wanderweges von der Brandenburger Straße zur Mülldeponie. Allgemein schön findet es Elfriede Förster im Stadtteil. „Aber das die Buslinie 312 nicht mehr über die Cloppenburger Straße fährt, ist nicht gut. Wir aus Richtung Meerweg müssen umsteigen. Nach Eversten geht es nur über den Umweg Lappan.“

Elli und Horst Schomerus ärgern sich über eine Biergarten-Umzäunung, die bis zum Radweg am Alten Postweg ragt. Und sie bemängeln, dass Verkehrsschilder die Sicht beim Abbiegen von der Klingenbergstraße in die Brandenburger Straße versperren. „Die stehen ganz unglücklich in einer Verkehrsinsel.“

Schwierig ist es laut Gabriele Kruse, den Alten Postweg in Höhe des Meerweges zu überqueren. Eine Ampel oder ein Zebrastreifen könnten helfen. Außerdem kritisiert sie, dass es keinen Radweg entlang der Firma ACC am Alten Postweg gibt.

Schlecht haben es laut Renate Rohde Fußgänger auf dem Klusweg. „Da wird im Winter nicht überall Schnee geräumt.“ Sie wünscht sich eine weitere Post-Agentur, ein Café und ein Reformhaus.

Sieglinde Bröhl lobt: „Man hat gute Einkaufsmöglichkeiten und ist schnell im Grünen.“ Aber: „Seitdem nach den Bauarbeiten Tempo 30 auf der Bahnhofsallee aufgehoben wurde, wird gerast. Zunehmend fahren hier aus Laster und einige Häuser haben schon Risse.“ Außerdem werde vor den Verkehrsinseln extra Gas gegeben. Als gefährlich schätzt sie den Überweg am alten Bahnhof zur Straße Am Schmeel ein. „Obwohl da im Winter gestreut wird, ist es glatt.“ Außerdem sollte einen Durchbruch vom Bahndamm nach Bümmerstede geben. „Ich glaube es hätte Erfolg, für die Finanzierung eines Tunnels bei den Bürgern um Spenden zu bitten.“

Wolfgang Oehrl: „Die Bahnhofsallee ist ein Schmuckstück geworden. Bei jeder positiven Neuerung lässt sich auch ein Schwachpunkt finden, hier die fehlenden Bushaltbuchten, die zu unnötigen Staus und Überholmanövern führen.“

Dietrich Bock findet es unverständlich, dass die Reklame an der Bushaltestelle Ecke Klingenbergstraße/Giesenweg nicht von der Seite an die Rückfront verlegt werden kann. Wie berichtet, führt die Stadt als Grund Verträge mit Werbefirmen an. „Die Reklame versperrt die Sicht, und Verträge kann man ändern“, sagt Herr Bock. Walter Niemeyer stimmt zu: Das da nichts getan wird, verstehe ich nicht. Wenn auch noch jemand an der Haltestelle warten sieht man nichts.“

Eine Druckampel an der Klingenstraße, Höhe Dwaschweg wünscht sich Gisela Baumgart. Hans-Hermann Klasing hätte gerne wieder einen freien Durchgang vom Habichtsweg zur Eidechsenstraße. „Am Parkplatz des Kleingartenvereins wurde alles mit Balken, Hecken und sogar Stacheldraht dichtgemacht.“

Der Bürgerverein hat sich auch fürs nächste Jahr viel vorgenommen

Der Bürgerverein Kreyenbrück-Bümmerstede wird seit März von Helga Kramp geleitet. Zusammen mit ihrem Mann Karl-Heinz Kramp, Schatzmeister im Verein, gehörte sie zu den Gästen der rollenden Redaktion. „Wir haben uns auch fürs nächste Jahr viel vorgenommen“, sagt Helga Kramp.

Ein Thema ist und bleibt für den Bürgerverein, der Kampf um eine Druckampel an der Kreuzung Sandkruger Straße/Westerholtsweg. „Da kommen die Bewohner vom nahen Altenheim sonst nur schlecht über die Straße“, weiß Helga Kramp. Ihr Mann berichtet, dass es mit Unterstützung von CDU-Fraktionschef Hans-Jürgen Klarmann demnächst eine Begehung stattfinden soll. „Dazu werden der Beirat des Altenheims und Verkehrsdezernent Dr. Pantel eingeladen.“ Wenn die Ampel auch danach abgelehnt wird, hat der Bürgerverein neue Pläne. „Wir werden eine Unterschriften-Sammelaktion starten“, so Karl-Heinz Kramp.

Ein Störfaktor sei die Reklame an der Bushaltestelle Cloppenburger Straße direkt vor dem Gebäude, in dem die Volksbank und Ärzte untergebracht sind, findet die Vereinsvorsitzende. „Fährt man aus der Ausfahrt, dann versperrt einem die Reklame die Sicht. Da muss was verändert werden.“

Hellhörig wird das Ehepaar Kramp bei dem, was Elfriede Förster zu sagen hat: „Am Meerkamp und in der Umgebung gibt es an den Straßen keine Fußwege, sondern Grünstreifen. Die werden von den Anliegern gepflegt. Nur leider nutzen viele Hundehalter die Rasenflächen als Hundeklo.“ Das Problem ist dem Bürgerverein bestens bekannt. Nur: „Das kriegt man nur schlecht in den Griff“, so Karl-Heinz Kramp.

Unternommen werden müsste auch etwas an der Bushaltestelle Waldmannsweg/Bümmersteder Tredde (Richtung stadtauswärts), sagt Helga Kramp. „Bei Regen steht hier alles unter Wasser. Da tritt man sofort in riesige Pfützen, wenn man in oder aus dem Bus möchte.“

Ein weiteres Thema für den Verein: Raser auf dem Dwaschweg. Nach Beobachtung von Elfriede Förster wird dort vor allem früh morgens nicht Tempo 30 eingehalten. „Wir setzen uns schon lange dafür ein, dass ein Starenkasten aufgestellt wird“, so die Kramps.

„An der

Bahnhofsallee haben einige Häuser Risse“

Sieglinde Röhl

„Bei uns

geht’s

multikulti

zu“

G. Eilers-Dörfler

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