OSTERNBURG Sie wird zwar nicht so groß und hat auch keine Barteln an ihrem Maul – trotzdem wird die Karausche auch Bauernkarpfen genannt. So bekannt wie der Karpfen ist die Karausche allerdings nicht. Das liegt vielleicht an ihrem Vorkommen. Denn durch die Gefährdung und den Verlust ihrer Lebensräume ist sie immer seltener geworden.

Nun wurde die Karausche durch eine Jury aus vier verschiedenen großen Fischerei-Verbänden aus Österreich und Deutschland als Fisch des Jahres 2010 nominiert. Auch in einigen Oldenburger Gewässern tummelten sich laut dem Oldenburger Sportfischerverein bereits seit vielen Jahren Karauschen, obwohl der Verein diese Fische nicht ausgesetzt habe.

Die Karauschen im Burmesterteich am Fuße des Osternburger Utkieks seien vor zwei Jahren aus einem trockengefallenen Regenrückhaltebecken geborgen und umgesetzt worden. Auch in der „Pferdetränke“ am Eversten Holz seien bereits vor 25 Jahren bei einem Abfischen schön gezeichnete Karauschen in das Netz gegangen und schonend zurück gesetzt worden.

Im Bürgerfelder Teich und in zwei Regenrückhaltebecken in Ohmstede würden ebenfalls Karauschen schwimmen und sich eifrig vermehren, so der Sportfischerverein. Es dürfe vermutet werden, dass Wasservögel beim Wechseln in andere Gewässer den Fischlaich mit im Gefieder transportiert und unbeabsichtigt ausgesetzt haben.

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Karauschen können mehrere Tage ohne Sauerstoff auskommen, ergab eine Studie der Simon-Faser-Universität in Kanada. Dabei müssen die Fische ihren Kreislauf nicht herunter regulieren. Im Winter verfällt der Fisch in eine Art Winterstarre, vergräbt sich im Schlamm und kann sogar vom Eis eingeschlossen werden. Sobald die Temperaturen steigen, erwacht er wieder zum Leben und beginnt mit der Nahrungsaufnahme. In Tümpeln, die im Sommer trocken fallen, können sich Karauschen im feuchten Schlamm eingraben und dort überleben.

In Europa ist die Karausche in nahezu allen Ländern außer Spanien und Italien verbreitet. In Nordrhein-Westfalen gilt sie als stark gefährdete Art und in Bayern steht sie auf der Vorwarnliste. Um so mehr freue sich der Oldenburger Fischereiverein, dass in einigen Oldenburger Gewässern ein stabiler Bestand von Karauschen schwimmt. Bei der Besetzung und Hege der Gewässer im Stadtgebiet wurde schon immer Wert auf Artenvielfalt – auch bei einheimischen Fischarten und Krebsen, die einfach in das Biotop einer Oldenburger Wasserlandschaft gehören.

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