OLDENBURG Wochenendausflug mit ernstem Hintergrund: Um nichts weniger als um die Zukunft ihrer Kinder ging es den Eltern, die am Sonnabend gemeinsam mit ihrem Nachwuchs die Arbeitsagentur am Stau aufsuchten. Rund 500 Besucher informierten sich beim 5. Elterntag über Berufe und Ausbildungswege.

Darunter war auch Stephan Schedemann aus Westerstede, der sich mit seinen Söhnen Jan (16) und Phil (14) an den Ständen beraten ließ. „Mir ist es wichtig, dass die beiden etwas mit Perspektive für die Zukunft finden“, sagte Schedemann. Die Berufsfindung sei heute schwieriger als früher, als der Arbeitsmarkt noch überschaubarer gewesen sei. Daher versuche er schon, als treibende Kraft darauf zu achten, dass sich seine Söhne frühzeitig informierten. „Der Elterntag ist eine gute Gelegenheit, mit den Leuten zu reden, die man auch bei einem Bewerbungsgespräch trifft“, so Schedemann.

Dafür hatten mehr als 20 Institutionen ihre Stände aufgebaut, sie informierten die Besucher über Berufsausbildung und Studium. Dazu hatte die Arbeitsagentur mehrere Vorträge organisiert und auch das Berufsinformationszentrum (BIZ) mit seinen verschiedenen Recherchemöglichkeiten geöffnet.

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„Es ist wichtig, dass die Eltern mit ins Boot geholt werden“, meinte Marco Zarske von der Handwerkskammer. Die Firmen stünden dieser familiären Unterstützung sehr positiv gegenüber.

Oberleutnant zur See Tim Peters, Wehrdienstberatungsoffizier der Bundeswehr, hob zudem den Vorteil der unterschiedlichen Perspektiven von Kindern und Eltern hervor. „Den Jugendlichen ist es oft nicht so wichtig, wo sie zum Beispiel stationiert sind, die wollen die Welt sehen. Die Eltern fragen dann oft kritisch nach, nach dem Standort oder den Auslandseinsätzen.“

Das stellten auch Jan und Phil Schedemann fest. „Wenn uns etwas interessiert, fragt unser Vater oft noch nach“, erzählte der 14-jährige Phil. Das bringe ihnen mehr als die Pflichtbesuche im BIZ während der Schulzeit. „Die fühlen sich eher an wie Klassenausflüge und werden nicht so ernst genommen.“

Der Erfolg des Elterntages dagegen ist für die BIZ-Mitarbeiter direkt spürbar. „Viele Besucher kommen danach noch einmal zur Beratung. Wir haben dafür extra schon Termine geblockt“, weiß Teamleiter Holger Conrad. Diese Möglichkeit, betonte er, sollten allerdings auch diejenigen wahrnehmen, die den Elterntag verpasst hätten.

Patrick Buck stv. Redaktionsleiter / Redaktion Oldenburg
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