Oldenburg Der Grundeigentümerverein „Haus und Grund“ hat einen neuen Vorsitzenden: In der Hauptversammlung wurde am Freitag im Stadthotel Eversten Lambert Janssen als Nachfolger von Karl-Heinz Meyer gewählt. Meyer legte das Amt nach zwei Jahren aus persönlichen Gründen nieder. Janssen war Anfang November als Vorsitzender Richter am Verwaltungsgericht Oldenburg in den Ruhestand gegangen.

Zugleich wurde Volksbank-Vorstand Reinhard Nannemann als Nachfolger von Heiko Schiller in den Vorstand gewählt. Schiller war bis Ende 2013 Vorstand der Raiffeisenbank Oldenburg und gab mit dem Ruhestand jetzt auch das Vorstandsamt bei „Haus und Grund“ ab. Im Amt blieben die Vorstände Thomas Fischer (stv. Vorsitzender), Gunnar Zube und Gebhard König.

Der scheidende Vorsitzende Karl-Heinz Meyer berichtete von einer erstmals über 3500 Personen gestiegenen Mitgliederzahl. In der Beratung sei nach wie vor die „Nebenkostenabrechnung“ das vorherrschende Thema. Zunehmend würden Mitglieder die Abrechnung in die Hände des Vereins legen. Angesichts der zunehmenden Nachfrage nach Beratungsgesprächen (und mehr Anfragen über das Internet) denkt „Haus und Grund“ über eine Personalaufstockung (zurzeit sechs Mitarbeiter) nach, berichtete Geschäftsführer Jan-Dieter Hickstein. Das werde auch eine Beitragserhöhung bedingen, die allerdings 2015 noch nicht in Kraft trete.

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In der Beratung spielten weiterhin Konflikte mit Mietern die zentrale Rolle. Die Mietpreisbremse werde so gut wie gar nicht diskutiert, sagten Hickstein und Meyer. Nach wie vor gelte bei Mieterhöhungen die Regel, dass „ein guter Mieter den Eigentümern wichtiger ist als der letzte Cent bei der Miete“, sagte Meyer. Hickstein bestätigte, dass es keineswegs Mieterhöhungen auf breiter Front gebe. „Gerade bei Häusern gibt es eine Schallgrenze. Wenn die Miete darüber steigt, denken die Mieter oft darüber nach, im Umland für die gleiche monatliche Belastung zu bauen“, so Hickstein.

Auch das Prinzip, dass der Vermieter ab 2015 die Maklergebühren zahlen muss, werde kaum diskutiert. Für mehr Unmut und Diskussionen sorgte hingegen die Pflicht, bei Vermietungen einen Energieausweis vorzulegen. Das werde – auch weil Mieter kaum danach fragten – als unnötige Bürokratie empfunden. Zunehmend spielten aber auch Themen rund ums Wohneigentum eine Rolle. So ließen sich oft Mitglieder beraten, die ihr eigenes Haus zugunsten einer stadtnahen Eigentumswohnung aufgegeben hätten und nun damit umgehen müssten, dass eine Eigentümergemeinschaft über vieles entscheide und nicht mehr sie selbst.

Thorsten Kuchta stv. Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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