OLDENBURG Es ist einer der wenigen Vorschläge aus dem Bürgerhaushalt, der über die erste „Lesung“ im Finanzausschuss hinausgeraten ist: Der Wunsch eines Bürgers, Oldenburg sollte dem Konzept „Nette Toilette“ beitreten. Das bedeutet: Die Stadt zahlt ausgewählten Gastronomen einen bestimmten Obolus – und im Gegenzug öffnen diese ihre stillen Örtchen für die Allgemeinheit. Die Folge: Es gibt schlagartig mehr öffentliche Toiletten ohne große Startinvestition und Innenstadtgäste profitieren davon.

Die Verwaltung informierte jetzt den Finanzausschuss über die Ergebnisse ihrer Gespräche mit etwa 20 Innenstadtgastronomen und dem Hotel- und Gaststättenverband. Einigkeit wurde in der Diagnose erzielt: In der Innenstadt gibt es zu wenig öffentliche Toiletten, besonders während Veranstaltungen, und das Konzept wurde positiv bewertet. Indes: Die Gastronomen verlangen für die Öffnung ihrer Kachelstübchen für andere als ihre Gäste 40 bis 50 Euro pro Monat für Wasserkosten und Reinigung. Das würde sich inklusive Lizenzgebühren und Werbung auf jährliche Kosten von mindestens 10 000 Euro summieren, rechnet die Verwaltung vor. Angesichts der hohen Neuverschuldung sei eine solche freiwillige Leistung nicht drin, meint die Verwaltung – und lehnt das Konzept ab.

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Das allerdings will die Politik so nicht hinnehmen. Das Konzept „Nette Toilette“ sei gut fürs Image der Stadt und ein Segen für ältere Mitbürger auf City-Besuch, sagte etwa Michael Rosenkranz (CDU). Eine städtische öffentliche Toilette koste pro Jahr eine sechsstellige Summe, erfuhr die Politik zum Vergleich aus der Verwaltung.

Endgültig entschieden wird in den Haushaltsberatungen.

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