Bahnlärm und Lärmschutz in Oldenburg (Ð , diverse Berichte)

Die Bürgerinitiative „IBO“ hat sich mit ihren neuesten Kreationen endgültig aus dem Kreis der seriösen und verantwortungsvollen Akteure zum Thema Bahnlärm in Oldenburg verabschiedet. Ernstzunehmende Gedanken sind von dort wohl nicht mehr zu erwarten.

Mir erscheint es aber notwendig zu sein, insbesondere im Hinblick auf die Nachbargemeinden Oldenburgs und die Stadt Wilhelmshaven zu erklären, dass es viele Oldenburger gibt, die den Jade-Weser-Port für ein gutes Projekt halten und die, die die damit verbundenen Probleme nicht auf dem Rücken der Nachbarn lösen wollen.

Porzellan wurde inzwischen genug zerschlagen; ich hoffe auf eine Koalition der Pragmatischen, Vernünftigen und Umsichtigen, die ohne die „unbelehrbaren Mitbürger“ der IBO auskommt.

Peter Kapels, Oldenburg

Das Verhalten der verschiedenen Bürgerinitiativen gegen Bahnlärm in Oldenburg erscheint mir recht zweifelhaft. Mit allen Mitteln wird versucht, die fast abgeschlossenen Planfeststellungsverfahren zu torpedieren(...).

Es wird eine Bahnumgehung gefordert getreu dem Sankt-Florians-Prinzip. (...) Dazu die Forderung nach Geschwindigkeitsbeschränkung und Nachtfahrverbot – obwohl die geltenden Eisenbahngesetze dies gar nicht hergeben – Hauptsache es wird etwas getan!

Die Kosten für einen kompletten Neubau einer zweigleisigen Strecke entlang der A 29 mit Huntequerung und zu erwartenden Problemen durch das Naturschutzgebiet Bornhorst, die einen Ausbau der bestehenden Stadtstrecke um ein zigfaches übertreffen, werden einfach ignoriert! Neue Planfeststellungsverfahren hierfür blockieren für mindestens zehn Jahre einen weiteren Fortschritt der Bahnstreckeninfrastruktur des JWP. Die Bahn wird bestimmt nicht in Zukunft zwei Bahnstrecken für Güter- und Personenverkehr betreiben, so dass auch noch ein neuer Personenbahnhof an der Neubaustrecke errichtet werden müsste – wie in Kassel. (...)

Jetzt, wo die Planungsgenehmigung vorliegt und ab August gebaut wird, fällt den Bahnanliegern ein, zu protestieren – genau wie in Stuttgart! Zielführend ist dies leider nicht, denn wenn durch Klagen vor Verwaltungsgerichten weiter verzögert wird und der JWP 2012 in Betrieb geht, werden die Güter halt nicht auf der Schiene, sondern über die Autobahn durch die Stadt Oldenburg rollen – ach ja, prima, hier gibt es ja schon Lärmschutz und Geschwindigkeitsbeschränkung. (...)

Michael Kirch , Wiefelstede

Hier denkt ein Mensch erstmal „ohne“ Wenn und Aber. Super. Das eigentlich Unmögliche ist häufig so verwirklicht worden.

Raymon E. Müller, Jade

Es ist doch bemerkenswert, mit was für einer Hartnäckigkeit eine Handvoll Bürger immer wieder den gleichen Quatsch von sich gibt. Wir hier in Bornhorst haben bisher die Initiativen zum Thema Lärmschutz, welche von den Bürgervereinen ausgingen, immer unterstützt. Dass noch nicht ein Zentimeter der Wand gebaut wurde, liegt doch nicht an uns. Und dennoch nimmt sich die IBO heraus für 20 000 Bürger zu sprechen und eine Trasse durch unser Land zu fordern. Als unsere Vorväter den Beschluss fassten, sich Oldenburg anzuschließen, dann bestimmt nicht, damit hier die Ureinwohner vertrieben werden.

Jahrelang hat sich die Stadt bemüht, hier ein Naherholungsgebiet für 160 000 Oldenbürger zu erhalten. Jetzt soll dieses vorbei sein, damit 20 000 einen ruhigen Vorgarten haben? Dafür haben wir kein Verständnis.

Wir haben hier auch Lärm durch die Autobahn. Je nach Windrichtung ist mal Bornhorst oder Etzhorn, Ohmstede, Donnerschwee und Osternburg betroffen. Verstärkt sich der Lärm durch Güterzüge wären nicht nur die paar Häuser in Bornhorst betroffen, sondern auch tausende Bürger westlich der A 29.

Claudia Schindler, Oldenburg

Es ist allerhöchste Zeit dafür, dass die Weichen für eine östlich am Stadtgebiet vorbeiführende Güterverkehrsumgehung gestellt werden. Die „Seefeldt-Trasse“ darf nicht nur Vision bleiben, sondern muss so schnell wie möglich realisiert werden. Voraussetzung hierfür ist aber, dass millionenteure Investitionen in die vorhandene Bahntrasse zwischen Osternburg im Osten und Ofenerdiek im Norden der Stadt unterbleiben.

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(...) Selbst die Untertunnelung der Alexanderstraße wäre nach Fertigstellung der „Seefeldt-Trasse“ total überflüssig. Dann würde zwischen Hauptbahnhof und Ofenerdiek nur noch die Nordwestbahn verkehren, d.h. stündlich ein Zug in jede Richtung. Die Eisenbahnklappbrücke am Stau würde ohne die vielen Güterzüge aus und in Richtung Jade-Weser-Port erheblich weniger beansprucht und hätte als technisches Denkmal eine wesentlich längere Lebensdauer. (...)

Werner Philipp, Oldenburg

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