Berichterstattung zur Debatte um den Standort des Graf-Anton-Günther-Denkmals

Nein, das darf doch nicht wahr sein: Da soll die bei einigen maßgeblichen Oldenburgern ungeliebte Reiterstatue von Graf Anton Günther nun nach Rastede abgeschoben werden: „Residenzort“ Rastede als Abstellkammer für Oldenburg? Man möchte es nicht glauben, noch weniger allerdings, wenn man liest, wer alles in Rastede, der Bürgermeister voran, schon Beifall bekundet hat. Tja, tja, mit Pferden hat Rastede allerdings zu tun und auch, es ist nicht abzuleugnen, mit dem gräflichen Haus, wenn auch mehr in privaten Bezügen.

Und nun die Frage: Wo, bitte, sollte diese Statue denn stehen? Etwa im Umfeld des Palais? Diesen Stilbruch möchte ich nicht erleben. Frau Thoben, die „Herrin des Hauses“, hat denn auch als einzige Bedenken angemeldet. Vor dem Schloss? Wie das Schloss und seine Umgebung aussehen, ist bekannt. Vielleicht erfreut das Standbild ja zwischen grasenden Schafen?

Noch zwei Gesichtspunkte: 1. die Tristesse des Oldenburger Schlossplatzes. Bei meiner letzten Überquerung sah ich im Geist diesen Platz, der – zurzeit jedenfalls – nur der Überquerung dient, als erweiterten Parkplatz.

2. Warum sollen anscheinend maßgebliche Bedenken, was den Kunstcharakter dieser Statue betrifft, auf Oldenburg beschränkt sein? Sieht man Rastede als kulturelle Wildnis? Doch es gibt ja auch die historische Sicht. Und von daher meine ich: Der Graf gehört vor sein Schloss, das Oldenburger natürlich.

Hildegard Ellermeier, Rastede

Mit Interesse verfolge ich seit Wochen die Berichte / Leserbriefe zur Suche nach einem Standort für das Denkmal für den Grafen. Mir erscheint es so, dass immer öfter einzelne Personen / Politiker über die Köpfe des Volkes hinweg bestimmen und ihre Vorstellungen durchsetzen.

Ich bin kein Oldenburger, aber ich beschäftige mich mit der Geschichte unserer Region und da kann der Graf eigentlich nur vor dem Schloss stehen.

Zumal er von engagierten Bürgern gestiftet wird und den Steuerzahler nicht viel kosten wird.

Aber wahrscheinlich soll mal wieder für einen sechs- bis siebenstelligen Betrag irgendein abscheuliches Kunstwerk angeschafft werden, womit kein Mensch etwas anfangen kann.

Mein Vorschlag: eine Abstimmung der Oldenburger Bevölkerung sollte entscheiden, wo der Graf stehen soll.

Vielleicht kann die NWZ  diese Abstimmung initiieren .

Richard Langner, Nordenham

Oldenburg ist schon toll!

Da streitet man über einen eventuellen Standort für den Grafen Anton Günther hoch zu Ross und dann lese ich so etwas! Stadtführung mit Anton Günther; ja, wie soll ich das denn nun verstehen?

Oldenburg will das Standbild nicht, vermarktet den Grafen aber.

Der lachende Dritte ist wohl Rastede.

Für mich schon eine verdrehte Welt.

Hans-Gerd Tabke, Oldenburg

Ganz kurz noch zum Grafen: Setzt ihn mit einer Kugellager-Unterlage auf die Friedensplatzsäule. Dort kann er dann in alle Richtungen grüßen, wird auch aus allen Richtungen gesehen und hat gleichzeitig die ihm gebührende Erhöhung! Nebenbei hätte der Säulentorso endlich wieder eine Bedeutung.

Klaus Schütte, Oldenburg

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Habe für diese „never ending story“ die Leitungslösung gefunden (siehe Ausriss):

Jochen-Gerd Schulz, Oldenburg

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