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Oldenburg Die Tage der Pekol-Sammlung an der Alexanderstraße sind gezählt. Innerhalb der nächsten vier Wochen muss der Verein für Verkehrsgeschichte die bislang genutzte Halle auf dem Gelände des neuen Nahversorgungszentrums räumen. Dies entschied der für die Zwangsräumung zuständige Gerichtsvollzieher dieser Tage bei einem Ortstermin.

„Es gab eine sogenannte Besitzeinweisung“, erklärte Jochen Rehling, Projektentwickler bei der Supermarktkette Aktiv & Irma, am Montag auf Anfrage. Dadurch erhielt Aktiv & Irma den Besitz zurück und kann sich nun als Vermieter eine teure Räumung ersparen. Zu dem Verfahren gehört auch, dass die Schlösser der Halle ausgetauscht wurden. Der Verein erhielt keinen neuen Schlüssel. Nur nach Absprache dürfen die Mitglieder die Halle noch betreten.

Wie berichtet, stand die 4000 Quadratmeter große Pekol-Halle an der Alexander­straße vor der Zwangsräumung. Nach jahrelangem Streit mit der Firma Aktiv & Irma als Grundstückseigentümer war dem Verein für Verkehrsgeschichte im Februar eine Räumungsfrist gesetzt worden. Diese Frist ließ der Verein verstreichen. Vereinsvorsitzender Hans-Joachim Luckau hatte damals erklärt, dass die zügige Räumung der Halle aus logistischen Gründen nicht möglich sei.

In der Halle stehen derzeit nur noch elf Pekol-Busse. Alle anderen Autos und Feuerwehrwagen hat Luckau eigenen Angaben zufolge in den vergangenen Monaten verkauft oder verschenkt.

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Die verbliebenen Busse will Luckau dem Ausstellungsprojekt „Mobile Welten“ in Hannover als Leihgabe zur Verfügung stellen. Oldtimer-Liebhaber gründeten Ende 2011 einen Verein, um in den alten Louis-Eilers-Werken in der Landeshauptstadt eine Mobilitätsausstellung aufzubauen. Die Palette der Ausstellungsstücke reicht von Sportwagen, Motorrädern, Bussen, Klassikern der Wirtschaftswunderzeit bis hin zu bulligen US-Limousinen. Auch zwei Fahrzeuge aus der Oldenburger Sammlung befinden sich laut Luckau bereits in Hannover. „Ich bemühe mich, die Halle zu räumen. In den nächsten Wochen sollen die Busse vom Verein in Hannover abgeholt werden. Einen genauen Termin habe ich aber noch nicht“, sagt Hans-Joachim Luckau. Der Vereinsvorsitzende bedauert die Entwicklung: „Die Stadt Oldenburg hält sich leider bedeckt. Ein Stück Kulturgut geht nun verloren.“

Derweil macht man sich bei der Firma Aktiv & Irma Gedanken, wie das Hallengelände künftig genutzt werden kann. „Der Streit mit dem Verein hat uns viel Geld gekostet. Die Kosten liegen im höheren sechsstelligen Bereich“, erklärt Projektentwickler Jochen Rehling. Das frei werdende Gelände solle daher neu beplant werden, um dort anschließend ein weiteres Geschäft anzusiedeln. Rehling: „Dazu muss die Halle natürlich abgerissen werden.“

Rainer Dehmer Oldenburg / Redaktion Oldenburg
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