Bürgerfelde Die Nadorster Straße verzeichnet seit Jahren eine hohe Zahl an Leerständen und Rückstände in der Modernisierung. „Viele Gebäude sind in die Jahre gekommen oder wurden so umgebaut, dass der ortsbildprägende Charakter verloren zugehen droht“, sagen Jan Aschenbeck und Berend Aschenbeck. Die Projektentwickler versetzen für die Firma A&A Nadorster Straße GbR das ehemalige Porzellan Voss-Haus in seinen Urzustand zurück. Vorgesehen sind eine Ladenfläche und Wohnungen (NWZ berichtete).

Sanierungsgebiet

Mit dem Projekt wird der Grundstein für das Sanierungsgebiet „Untere Nadorster Straße“ gelegt. Auch an anderen Bereichen der Nadorster Straße soll sich einiges verändern. An der Nadorster Straße 82 entsteht ein dreigeschossiger Neubau, der den historischen Baustil aufnimmt und eine Brücke in die Moderne schlägt.

Das Sanierungsgebiet „Untere Nadorster Straße“ wurde mit dem Programmjahr 2016 in das Städtebauförderungsprogramm des Landes Niedersachsen aufgenommen. Im Februar 2017 wurde das Sanierungsgebiet förmlich festgelegt. Auch ein Sanierungsbeirat ist gewählt worden.

Positives Signal

Jürgen König, Vorsitzender der Nadorster Werbegemeinschaft und Geschäftsführer des Eisenwarenhandels Willers an der Nadorster Straße 6, ist Mitglied dieses Beirates. Er sagt, die Fortschritte bei Porzellan Voss seien ein positives Signal der Veränderung. „Wir sind nicht ohne Grund Sanierungsgebiet geworden“, erklärt er. Allerdings, so sagt er, sei der Umzug des Obdachlosenaufenthalts und der Drogenberatungsstelle der „Ausgangspunkt der ganzen Sache“, so König. Doch wann das passiert, ist bis heute nicht klar.

Geplant und beschlossen ist der Umzug des Tagesaufenthalts für Obdachlose an der Ehnernstraße sowie der Umzug der Fachstelle für Sucht und Suchtprävention „Rose 12“ an der Alexanderstraße 17 mit dem dazugehörigen Café Caro, Heiligengeiststraße 19, bereits.

Belebtes Viertel

Über die Jahre sei der „Flair“ der Nadorster Straße abhandengekommen. König hofft, dass es mit dem Wegzug der Einrichtungen eine „Entzerrung“ geben wird. Auch wünscht er sich mehr Polizeipräsenz und eine bessere Nahversorgung. „Je mehr positive Signale gesetzt werden, desto mehr Investoren finden sich hoffentlich auch, die das Viertel beleben“, sagt König.

An der Nadorster Straße hänge sein Herzblut. Nicht nur, weil er dort seinen Eisenwarenhandel betreibt, sondern auch, weil er sein Quartier liebt. „Hier leben Menschen, das darf man nicht vergessen. Das muss in Ordnung gebracht werden“, erklärt König.

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Chelsy Haß Redakteurin / Redaktion Oldenburg
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