Oldenburg Wenn Kinder nur noch lila Kühe kennen, Quinoa zur Gesundheit der Westeuropäer aus Südamerika exportiert werden muss und Ehemänner die Geschmacksverstärker im Essen zu Hause vermissen, ist die Ernährung endgültig durcheinander geraten. Die Welt wird die Regionalmesse „Aufgetischt!“ am Wochenende nicht retten können, aber sicher zeigen, was nachhaltige und genussvolle Ernährung ausmacht – und vor allem: wie heimische Lebensmittel schmecken.

Rund 50 – nach eigenem Anspruch unabhängige – Aussteller präsentieren an diesem Samstag und Sonntag im Haus der Volkshochschule an der Karlstraße ihre Produkte. Dass das Umdenken in der Ernährung und bei der Zubereitung der Speisen weder Verzicht noch Askese bedeuten, werden die Anbieter heimischer Fleisch- und Wurstspezialitäten, Brot und Backwaren, aber auch Schokolade und andere Süßigkeiten, Likören sowie Craft Beer zeigen.

Mit viel Herzblut bewirbt Antje Schmidt-Kunert die Messe. „Alle Aussteller vereint der Anspruch, Lebensmittel verantwortungsvoll herzustellen und dem Verbraucher nahezubringen“, stellt die VHS-Projektmanagerin fest. „Für ihre Überzeugung und eine hohe Qualität leisten sie einen großen persönlichen Einsatz. Die Regionalmesse ist gleichermaßen Verkaufsschau und Netzwerktreffen, das wir sehr gerne unterstützen.“

„Die Qualität des Essens hat in weiten Teilen der Gesellschaft inzwischen leider einen niedrigen Stellenwert. Wir können und wollen uns aber nicht damit abfinden und unseren Beitrag zur Gegenbewegung leisten“, sagt Antje Schmidt-Kunert.

Als sehr gutes Zeichen wertet sie es, dass junge Menschen sich über Herstellung und Zubereitung von Lebensmitteln, also das Handwerk, wieder ganz verstärkt Gedanken machen. Themen wie Craft Beer Tasting, Barista-Kurse und Cake-Pops-Bakery liegen nicht nur voll im Trend, sondern vermitteln auch ein besonderes Lebensgefühl und eine emotionale Bindung.

Für die hohe Qualität der Regionalmesse sorgt auch die Auswahl der Experten beim Schaukochen: Jan Linne, Remo van Vugt, Wolfgang Müller, Luka Lübke, Nikolai Pellek und Thorben Grübnau stehen als Spitzenköche mit ihrem Namen und ihrer Küche für allerhöchsten Genuss.

Der „Kulturraum Küche“ öffnet an beiden Tagen. Hier erhalten Besucher Informationen zu den Themen „Streetfood“, „Winter vegetarisch“, „Einblicke in Basenfasten“, „Welt der Gewürze“. Zubereitet werden Pfefferminz-Taler und Frischkäse-Dips.

Gemeinsam mit Teilnehmern der Jugendwerkstatt können die Messegäste ihren grünen Daumen beweisen. Auf einer Fläche von 40 mal 40 Zentimetern entsteht ein kleiner Garten mit Radieschen, Möhren, Schnittlauch oder Petersilie für den heimischen Balkon oder die Terrasse. Zudem können alte Paletten zu Kräuterbeeten umgestaltet werden.

Oliver Schulz Leitender Redakteur / Redaktion Kultur/Medien
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