OLDENBURG Backwaren sind von der Krise um mit Dioxin belastete Eier nicht betroffen. Das sagte Amin Werner, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Bäcker-Zentralverbandes, am Dienstagabend beim Neujahrsempfang der Bäckerinnung Oldenburg. Die Lebensmittelbehörden hätten auf wissenschaftlicher Grundlage auf alle Überprüfungen verzichtet, weil der Verdünnungseffekt selbst dann eine Gefährdung ausschließe, wenn belastete Eier für den Teig verwendet würden, sagte Amin. Die regionalen Bäcker- und Konditorengenossenschaften hätten beim Einkauf der Rohwaren aber alle Möglichkeiten genutzt, dies auszuschließen.

Die größte Herausforderung für das backende Handwerk sei die Auseinandersetzung mit den Discountern und den Industriebäckern, sagte Werner. Im Südwesten der Republik würden zurzeit Handwerksbäcker ihre Filialen vor den Kassen der Supermärkte verlieren, weil der Lebensmitteleinzelhandel Schnellbacköfen aufstelle.

Hier betone das Handwerk die Qualität der handgemachten Backwaren und gehe zudem juristisch gegen Discounter vor, die aufgebackene Ware als „frisch gebacken“ bezeichneten. Bundesweit hätten die Handwerksbäcker bei Brot, Brötchen und Kleingebäck noch einen Marktanteil von etwa 50 Prozent.

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Weitere Herausforderungen seien stark schwankende Rohstoffpreise, höhere Kosten für Energie und der bereits zu spürende Fachkräfte- und Nachwuchsmangel. Der Zentralverband habe Imagekampagnen in Kindergärten gestartet, die auf alle Schulformen ausgeweitet werden, um auch künftig Nachwuchs zu finden, sagte Werner.

Zuvor hatte Innungsobermeister Matthias Dannemann berichtet, dass etwa die Hälfte der Betriebe positiv gestimmt ins Jahr 2011 blicke und mit leicht wachsenden Umsätzen rechne. Die Rahmenbedingungen würden zwar nicht leichter, aber „wer Qualität und Handwerk zelebriert, wird sich am Markt durchsetzen“. Entscheidend sei die Qualität von Produkten, Marketing und Service.

Thorsten Kuchta stv. Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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