OLDENBURG Dass der Samen des Moringa-Baums aus Schmutzwasser Trinkwasser machen kann – das war bislang Thema von Forschungsstudien. Mit dem für Entwicklungsländer wichtigen Verfahren haben sich nun 16 Auszubildende aus acht Oldenburger Betrieben mit Berufschullehrer Hartwig Wilke beschäftigt. Die Industrie-, Feinwerk-, Werkzeug- und Zerspanungsmechaniker blieben nicht bei der Theorie stehen: Sie haben eine Modellanlage zur Aufbereitung von Trinkwasser geplant und gebaut.

Wilke lobte ihren Einsatzwillen: „Sie haben in ihrer Freizeit weitergearbeitet.“ Nur so sei es möglich gewesen, die Anlage in drei Monaten zu bauen. Jetzt präsentierten die Schüler Anlage und Funktion beim Automobilzulieferer Peguform, einem der Ausbildungsbetriebe. Das dreckige Wasser wird auf afrikanische Temperaturen erhitzt, der Schmutz von Moringa-Samen aufgenommen; er sinkt als Sediment zu Boden, wo er abgepumpt werden kann. Übrig bleibt sauberes Wasser.

„Das Besondere ist, dass jeder Auszubildende einen Teil der Anlage selbst gefertigt hat“, so Wilke. Die Produktion fand in den Betrieben statt: „Alle waren sofort begeistert.“ Daniela Tönjes sagt für die Schüler: „Gerade am Ausbildungsanfang ist es eine gute Möglichkeit, sofort praktisch zu arbeiten und etwas zu lernen.“

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Die Anlage wäre jederzeit erweiterbar. „Wichtig ist, das Projekt nicht einschlafen zu lassen“, so Stefan Bacmeister von Peguform. Im Moment könnte Wasser zu 98 Prozent gereinigt werden, die Vision heißt 100 Prozent. Wilke: „Für Auszubildende des ersten Lehrjahres ist es eine Riesenleistung, durch engagierte Arbeit ist etwas Tolles entstanden. Ich hoffe, dass das Projekt noch weitergeführt wird.“

Am Projekt beteiligt waren Jan Eilers, Patrick Leich, Pascal Rudolf, Waldemar Zilke, Sebastian Schulte, Nils Wobig, Dennis Bennen, Nico Büsing, Kevin Sprock, Alexander Binder, Julia Hennigs, Kolja Fürup, Dominik Schweneker, Daniela Tönjes, Stefan Kollmann und Philipp Hellmich.

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