Oldenburg „Dieses Auto ist so besonders und toll, dass selbst Prinzessin Anne von England es damals zu ihrem 18. Geburtstag geschenkt bekommen hat.“ Rolf Binnemanns Augen leuchten, während er ohne Luft zu holen von seinem Reliant Scimitar aus dem Jahr 1969 erzählt.

Er ist mit der Interessengemeinschaft Scimitar List einer von knapp 90 Ausstellern auf der Oldtimer-Messe Oldenburg (OMO) in der Weser-Ems-Halle. Hier konnte man am Wochenende nach der erfolgreichen Premiere der Messe im letzten Jahr nun zum zweiten Mal bewundern, was früher so über die Straßen rollte. Glänzend polierte Personenwagen und andere „historische Schätzchen“ – so nennt Projektleiterin Ute Bruns sie – wie Traktoren, Unimogs, Busse, Lastwagen und motorisierte Zweiräder ließen die Besucher nostalgisch werden.

So auch Mathias Arnold: „Diese alten Fahrzeuge sind einfach schön. Ich besitze selbst einen MG, den ich selbstverständlich auch noch fahre.“ Natürlich ginge dann mal was kaputt, aber das Schrauben sei Teil des „rostigsten Hobbys der Welt“.

Das sieht André Castens vom Zentrum für Automobilkultur und Mobilität ähnlich. Er betont: „Oldtimer sind Fahrzeuge, keine Stehzeuge“. Daher sei es wichtig, ein ganzjähriges Ausfahrtsziel für Oldtimerfreunde zu bieten. Auf der OMO stellte er den „Schuppen Eins“ vor, ein ehemaliger Kaischuppen und Kulturdenkmal bremischer Hafengeschichte, in dem an jedem ersten Sonnabend im Monat ein Treffen für Liebhaber historischer Autos stattfindet. Außerdem brachte er einen sogenannten „Hundeknochen“ mit. Dabei handelt es sich um ein Rallye-Fahrzeug aus den 60er Jahren,

einen Ford Escort. „Das ist der Wolf im Schafspelz, außen unscheinbar, aber innen eine Höllenmaschine“, so Castens lachend. Ebenfalls Aussteller der ersten Stunde auf der OMO ist der Old- und Youngtimer-Club Rastede, bei dessen Stand unter anderem ein knallroter Volvo Duett zu bewundern ist. Auf dem Dach sind Koffer verstaut und vorne, am Kühlergrill, ist ein Hufeisen als Glücksbringer angebracht. Ansonsten habe sich der Club aber nicht auf einen Fahrzeugtyp festgelegt, erzählt Thomas Braak, „wir teilen einfach die Begeisterung für alte Technik und das besondere Fahrgefühl mit einem Oldtimer. Die Autos von heute sind sich alle sehr ähnlich, aber bei Oldtimern sieht jedes Fahrzeug anders aus, klingt anders und fährt sich auch anders.“

Wer wollte, durfte sich an vielen Messeständen davon auch gleich selbst ein Bild machen und in den schicken Flitzern Platz nehmen – und wird vielleicht langfristig auf ein „historisches Schätzchen“ umsteigen.

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