Dass er nicht aus Oldenburg kommt, ist nicht entscheidend. Entscheidend ist das, was er für Oldenburg getan hat, indem er dem Filmfest Jahr für Jahr neue Gäste aus Hollywood beschert hat – deswegen verlieh Oberbürgermeister Gerd Schwandner jetzt das Große Stadtsiegel an Schauspieler Seymour Cassel (ovales Bild; links). Am Abend flimmerte dann „Faces“ über die Kinoleinwand: Für seine Rolle in dem Drama wurde Cassel 1969 für einen Oscar nominiert. Im Vorfeld feierte kein Film, sondern ein Auto Premiere: Bernd Weber und Christine Nickel von der Geschäftsführung Audi-Zentrum stellten die neue A3-Limousine vor.

Wenn schon Präsident der Filmfest-Jury, dann auch auffällig: Nach diesem Motto hatte Bobcat Goldthwait seine Garderobe für die Eröffnungsgala ausgesucht. Er kam im bayerischen Trachtenjanker mit original Krachlederner. „Die habe ich mir vor einiger Zeit in München gekauft“, lachte der Kalifornier. „Hier in Deutschland trägt man das doch. Oder?“

Noch mehr Rätsel gab derweil ein gelackter Herr mittleren Alters im schwarzen Cut und mit Fliege auf – es war schwer, Bernt Wach in seiner Verkleidung zu identifizieren. Der Chef der Kulturetage machte damit auf ein neues Filmprojekt aus seinem Haus aufmerksam: „Exit“. Wach spielt darin einen schmierigen Produzenten, der mit Schauspielerin Annie Heger einen Film drehen will.

Zweimal im Jahr reist Andreas Schaap garantiert von Berlin nach Oldenburg: zu Weihnachten und zum Filmfest. Auch in diesem Jahr hat sich der aus Oldenburg stammende Filmregisseur wieder in seinem Elternhaus einquartiert. Viel sehen wird er seine Familie aber wohl nicht, Schaap richtet sich auf lange Tage im Kinosaal ein: „Das Filmfest-Programm ist ja wieder echt der Hammer!“

Beim Filmfest wurde schon so manche Karriere angeschoben. Auf der Eröffnungsgala bewarb sich Helmut Fokkena („Fokkis Weidenfest“) bei Intendant Markus Müller um eine Statistenrolle am Staatstheater. Müller versprach, Fokkena für das Stück „Flusspferde und anner Peer“ vorzumerken. Fokkena hat übrigens Erfahrung: In der Oper „Le Grand Macabre“ trat er als Kugelfisch auf.

Der Titel „auffälligste Hose des Abends“ ging ja nach Amerika, der Titel „auffälligste Brille des Abends“ bleibt aber in Deutschland: Schauspieler Arthur Brauss („Großstadtrevier“) sieht die Filmwelt am liebsten – gelb.

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