OLDENBURG Zweieinhalb Wochen nach der Kommunalwahl haben alle drei großen Ratsfraktionen eine neue Spitze. Bei SPD (17 Sitze), Grünen (14) und CDU (10) hat es zwar große Veränderungen, aber keine großen Überraschungen gegeben.

SPD: Mit Bernd Bischoff (56) steht einer der erfahrensten Sozialdemokraten an der Spitze der Ratsfraktion. Seine Stellvertreter sind Margrit Conty, Bernhard Ellberg und Christoph Sahm. „Die Wahlen waren einvernehmlich, es gab keine Kampfkandidaturen“, berichtete Bischoff am Mittwoch.

Grüne: Eine Doppelspitze soll es in der neuen Legislaturperiode bei den Grünen richten. Alexandra Reith (40) und Sebastian Beer (30) wurden ebenfalls einvernehmlich gewählt.

CDU: Einstimmigkeit gab es bei der Union, die künftig der Kreisvorsitzende Olaf Klaukien (37) führen wird. Der ist zwar im Gegensatz zu seinen Fraktionschef-Kollegen ein Neuling im Rat. Als ehemaliger Büroleiter von OB Gerd Schwandner gilt er aber in der Kommunalpolitik als erfahren. Stellvertreter sind Esther Niewerth-Baumann und Michael Rosenkranz.

Die konstituierende Sitzung des neuen Rates findet am Dienstag, 1. November, ab 17 Uhr in der Weser-Ems-Halle statt. Spannend wird die Frage, ob es in dem 50-köpfigen Gremium künftig eine Mehrheitskoalition gibt oder ob weiter mit wechselnden Mehrheiten gearbeitet wird. Die SPD ist dabei in der komfortablen Lage, mit Grünen wie mit der CDU (theoretisch) koalieren zu können. „Unser wichtigstes Ziel ist, Mehrheiten zu organisieren und für stabile politische Verhältnisse zu sorgen“, sagte Bischoff. Die Tendenz geht wohl in Richtung Grüne, die wiederum eine Zusammenarbeit mit der CDU kategorisch ausschließen.

Klaukien sieht den „Ball nicht bei uns im Spiel“. Die SPD als stärkste Fraktion müsse auf potenzielle Partner zukommen. „Wenn es ein Gesprächsangebot gibt, sind wir natürlich dazu bereit“, so der CDU-Fraktionschef.

Beim Ratsvorsitz könnte es eine Überraschung geben. Noch-Bürgermeisterin Rita Schilling soll von den Grünen nominiert werden. Als ihre Nachfolgerin will die Fraktion Rats-Rückkehrerin Susanne Menge ins Rennen schicken.

Nicht entschieden hat die SPD, wer die vier Sitze im politisch bedeutenden Verwaltungsausschuss besetzt. Im Gespräch sind neben Bischoff auch Bernhard Ellberg, Germaid Eilers-Dörfler, Margrit Conty, Christoph Sahm und Ulf Prange. Ein Sitz im VA ist Voraussetzung, um einer von maximal drei möglichen ehrenamtlichen Bürgermeistern werden zu können.

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