Betr.: „Bald Bettelverbot in Innenstadt“ (NWZ vom 28. April)

Wenn die Verantwortlichen mit Innenstadt auch den Bahnhofsvorplatz meinen, wäre eine Verordnung mehr als angebracht. Dort hat sich eine „Szene“ etabliert, die (...) zu mehreren Dutzend Leuten Saufgelage veranstalten und Reisende anbetteln und belästigen. Zu allem Übel nehmen an solchen Veranstaltungen auch noch Kleinkinder teil. (...) Warum muss über eine Verordnung nachgedacht werden, sie drängt sich geradezu auf!!!

Michael Krügerke

Augustfehn

*

Ein sogenanntes „Citykonzept“ forciert scheinbar Ausgrenzung und Vertreibung von Minderheiten aus öffentlichem Raum aufgrund optischer Kriterien. Dieses Diskriminierungspapier erinnert leider eher an Deutschlands tiefste Vergangenheit, wenn Phrasen geschwungen werden, dass sich durch das „provozierende Aussehen“ der Punker „viele Innenstadtbesucher belästigt fühlen“. Subjektives Empfinden ist zum Glück individuell und es mag ebenso viele Bürger geben, die sich durch das „provozierende Aussehen“ von z.B. Pelzmantelträgern, Uniformierten, Soldaten o.ä. aufgrund subjektiv empfundener politischer Inkorrektheit, Tierschutz o.ä. „belästigt fühlen“. Eine Demokratie hat aber all` diese differenzierten Empfindungen auszuhalten und sich damit auseinander zu setzen (...). Eine Innenstadt ist eben nicht ausschließlich Konsummeile, sondern öffentliche Verweil- und Flaniermeile für jeden Bürger jeglicher Couleur. Die Devise (...) lautet scheinbar: Konsumieren von Waren:

ja bitte gerne, aber nur in den Konsumtempeln; Alkohol: ja, aber bitte nur in Gaststätten; Konsumieren von mitgebrachtem Alkohol: nein! Hier geht es ausschließlich um ökonomische Interessen und Profit. (...) Armut als Ursache wird verkannt, stattdessen werden die menschlichen Auswüchse generalisiert, diskriminiert, kriminalisiert und vertrieben! (...)

Torsten Klieser

Oldenburg

H

Das Bürgeramt befindet sich nicht zufällig am Pferdemarkt – aus den warmen Amtsstuben wiehert es schallend herüber!

Junge Menschen, denen in einem der reichsten Länder der Welt jede Hoffnung genommen wurde, sitzen bettelnd in der Fußgängerzone! (...)

Durch eine Verordnungs-Idee, die nicht einmal ihre eigene ist (schlechtes Beispiel aus Braunschweig und aus Göttingen kopierend) wollen sie den heranwachsenden Menschen den letzten Halt unter den Füßen wegziehen.

Wir dürfen von Amtsinhabern, die für unser Gemeinwohl Verantwortung tragen, mehr Einsatz und Kreativität erwarten. Wehret den Anfängen.

Andreas J. Becker

Oldenburg

Sind wir hier in der DDR? Das ist ja wohl unfassbar, was die „Verantwortlichen“ da ausbrüten.

Otto Sell

Oldenburg

H

Ein Verbot ist überfällig und sollte schnellstmöglich durchgesetzt werden. Oldenburg lebt von seiner schönen Innenstadt, die am Wochenende auch von vielen Auswärtigen besucht wird (...). Diese Punks verschandeln das Stadtbild so erheblich, dass es mir peinlich ist, mit Gästen diesen Bereich (...) zu besuchen. (...) Ich bitte um eine schnelle Umsetzung (...) und hoffe auf Unterstützung aus allen Oldenburger Parteien.

Thomas Schnabel

Oldenburg

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.