Osternburg Nördlich Sandweg/südlich Sieben Bösen – die örtliche Beschreibung des neuen Baugebiets ist eindeutig. Dennoch: Seit vielen Monaten und gefühlt zum zehnten Mal befasst sich die Politik im Bauausschuss mit der Planung der Landessparkasse zu Oldenburg, die dort 78 Wohneinheiten in 38 Häusern an den Markt bringen möchte.

Zeit läuft davon

In der vergangenen Sitzung des Ausschusses im September ging es zum Schluss nur noch darum, ob die vier am Sandweg stehenden Mehr-Parteien-Häuser vom Sandweg weg in den hinteren Teil des Areals verlegt werden könnten. Theoretisch ist das möglich, hatte die Verwaltung entgegnet, doch würde ein erneutes Auslegungsverfahren den Baubeginn um mindestens ein halbes Jahr verschieben. Zuviel, hatten die Vertreter der LzO im Ausschuss eingeworfen. Der Sparkasse läuft die Zeit davon und die Finanzierungskonzepte geraten ins Wanken, wenn man länger warten muss, hieß es.

Die Ausschussmitglieder vertagten die Abstimmung trotzdem. Und da im Oktober eigentlich kein Termin vorgesehen war, wurde für Montag, 21. Oktober, eine Sitzung angesetzt. Die beginnt um 16 Uhr im Technischen Rathaus an der Industriestraße 1a.

Preiswerter Wohnraum

In der September-Sitzung wurde zudem beschlossen, dass die IDB (eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der LzO) als Eigentümerin der Flächen und Projektentwicklerin Visualisierungen der zukünftigen Bebauung am Sandweg erstellt. Die Politik will sich auf diese Weise mit den Stellungnahmen der Bürgerinnen und Bürgern und den vorgelegten Abwägungsvorschlägen der Verwaltung differenzierter befassen.

Die Stellungnahmen der Bürgerinnen und Bürger waren allerdings von der Verwaltung zusätzlich auch direkt an die Ratsfraktionen geschickt worden. Alle eingebrachten Stellungnahmen wurden mit den Abwägungsvorschlägen zur Sitzung am 19. September versendet, schreibt die Verwaltung in ihrer Vorlage für Montag. „In dieser Sitzung wurden darüber hinaus keine weiteren abwägungserheblichen Belange oder neue Sachverhalte vorgebracht“, heißt es weiter.

 Auf dem Gelände sollen 78 Wohnungen mit unterschiedlichen Größen geschaffen werden, davon acht als preiswerte Wohnungen.  Der Entwurf des Bebauungsplanes begrenzt die Zahl der Vollgeschosse im gesamten Geltungsbereich auf eine maximal zweigeschossige Bebauung. Die maximale Gebäudehöhe am Sandweg beträgt 11,50 Meter. Im übrigen Bereich und somit auch im Übergangsbereich zur freien Landschaft maximal 9,50 Meter.

 Das städtebauliche Konzept zum Bebauungsplan wird Bestandteil des städtebaulichen Vertrages und sichert damit die gewünschte Struktur – im Unterschied zur kritisierten Bebauung am Reiherweg.

 Der Lärmschutz in dem Gebiet ist so geregelt, dass er für jedes Bauvorhaben für sich umgesetzt werden muss.  Die Ausbauplanung des Sandwegs wird im Abschnitt des Bebauungsplanes berücksichtigt. Das bedeutet: Die Verkehrsfläche wird um vier Meter ausreichend erweitert, um durch Baumneupflanzungen den gewünschten Alleecharakter zu erhalten bzw. wieder herzustellen.

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Thomas Husmann Redakteur / Redaktion Oldenburg
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