Oldenburg Mitbegründet worden ist der Verein Konfliktschlichtung mit dem Ziel, aktiv zur Wahrung des gesellschaftlichen Friedens beizutragen, von Veronika Hillen­stedt, die sich bereits während ihres Pädagogikstudiums an der Uni Oldenburg und der vorangegangenen Ausbildung beim Rechtsanwalt im Justizvollzug für jugendliche Straftäterinnen und Straftäter in der Haftanstalt Vechta engagierte. Ihre Diplomarbeit befasst sich mit Alternativen zu Arrest und Strafvollzug.

Der Verein ging aus der Arbeitsgemeinschaft „Kriminalpolitik“ hervor, in dem sich verschiedene Personen, unter anderem Kommilitonen von Veronika Hillenstedt, engagierten. Sie besetzte nach zwei ehrenamtlichen Jahren die erste feste Stelle des Vereins – seinerzeit in einem winzigen Büro an der Haareneschstraße, das von der AWO zur Verfügung gestellt wurde. Die Anfänge bestanden vorwiegend aus Aufbau- und Überzeugungsarbeit. Die ersten Fälle konnten 1987 bearbeitet werden. Mit maßgeblichen Gesetzesänderungen im Strafvollzug Anfang der 1990er Jahre änderte sich die Rechtslage und die Arbeit des Vereins konnte Fahrt aufnehmen. Anfänglich wurden vorwiegend Straffälligkeiten Jugendlicher bearbeitet, mit der Zeit kamen immer mehr Fälle um Erwachsene hinzu. Mittlerweile bearbeiten neun Menschen 300 Fälle, an denen 780 bis 800 Konfliktbeteiligte teilnehmen, pro Jahr in den Räumlichkeiten an der Kaiserstraße. Die Vorstandsarbeit übernehmen Ehrenamtliche. 2004 wurde der Verein auf dem bundesweiten Täter-Opfer-Ausgleichs-Forum mit der Verleihung des „Theo A.“ ausgezeichnet. Veronika Hillenstedt war die erste Frau, die diesen Preis entgegennahm. Nach 34 Jahren geht sie als Geschäftsführerin Ende Februar in den Ruhestand. Ihre Nachfolge wird Hilke Kenkel-Schwartz übernehmen. Die 54-Jährige ist als systemische Familientherapeutin und Mediatorin in Strafsachen bald fünf Jahre Teil des Teams.

Die Arbeit des Vereins wird finanziert durch Geldbußen, also Strafzahlungen, zu denen Menschen vor Gericht verurteilt werden, durch Fördermittel und Spenden. Der Verein arbeitet eng mit verschiedenen Institutionen, der Stadt und weiterführenden Einrichtungen zusammen.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Ausgenommen von behandelten Fällen des Vereins sind Vergewaltigung, sexualisierte Gewalt an Kindern und Taten in Zusammenhang mit Betäubungsmittelabhängigkeit.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.