Oldenburg Frühzeitiges Erscheinen scheint ratsam beim Verkehrsausschuss am kommenden Montag: Auf den Zuschauerplätzen ist mit großem Andrang zu rechnen, denn der Ausbau des Sandwegs steht auf der Tagesordnung – und die dortige Bürgerinitiative möchte mit möglicht vielen Anwohnern und Unterstützern vor Ort ihre Forderungen unterstreichen.

Dass der ramponierte Sandweg ein Sanierung nötig hat, bestreitet kaum jemand. Debattiert wird allerdings seit Jahren über die Art und Weise. Denn viele Anwohner befürchten, dass eine zu gut ausgebaute Straße dazu führen würde, dass Verkehr von und zur Autobahn, inklusive Lastwagen, den Sandweg und die Schulstraße als Alternativroute zur oft verstopften Bremer Heerstraße nutzen würden.

In den vergangenen Wochen suchte die Bürgerinitiative daher den Kontakt zu den Ratsparteien, um sich für ihre Forderungen Rückhalt aus der Politik zu sichern. So stehen Tempo 30 und eine entsprechende verkehrsberuhigende Bauweise, eine Gewichtsbegrenzung für Fahrzeuge von fünf Tonnen und der Erhalt der bislang geltenden Rechts-vor-links-Regelungen auf der Wunschliste. Zudem will die Initiative die Fahrbahnbreite auf 5,50 Meter begrenzen, um möglichst viele Bäume und Gräben zu erhalten.

Die Verwaltung hatte in der zuletzt vorgestellten Vorplanung für den Abschnitt von Müllersweg bis Drielaker Heide eine sechs Meter breite Fahrbahn vorgesehen. Gegenüber Gewichtsbegrenzungen hatte man sich skeptisch gezeigt. Tempo 30 solle nicht angetastet werden, hieß es. Immerhin ein Streitpunkt ist vom Tisch: Nachdem der Rat die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge ab 2020 beschlossen hat, werden die Sandweg-Anwohner nicht mehr zahlen müssen.

Mehrere Fraktionen haben nun Anträge zu diesem Thema eingereicht. Die Grünen reaktivieren einen Antrag von Oktober 2016, der einen alternativen Planungsvorschlag auf Grundlage eines Positionspapiers der Bürgerinitiative fordert. Auch SPD und CDU haben Vorschläge eingereicht, in denen sie ein Großteil der Forderungen der Anwohner in leicht unterschiedlichen Variationen übernommen haben.
 Der Verkehrsausschuss findet am Montag, 21. Januar, ab 17 Uhr im Technischen Rathaus, Industriestraße 1a, Raum 245/246 statt. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem der Ausbau der Ziegelhofstraße und der Bremer Heerstraße.

Patrick Buck Redakteur / Redaktion Oldenburg
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