Oldenburg „Stäbchen rein, Spender sein“, viele Menschen kennen den Slogan der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS). Der Verein Leukin hilft der DKMS ehrenamtlich dabei, Spender zu finden, indem er Menschen dazu aufruft, sich typisieren, also registrieren zu lassen. 81 dieser Service-Stellen gibt es im Norden bereits. Seit Mittwoch auch die erste in Oldenburg. Dafür gesorgt hat Jessica Macke aus dem Team der Zahnarztpraxis Matz.

Die 35-jährige Edewechterin kennt den Verein Leukin aus ihrem privaten Umfeld. Durch eine große Typisierungs-Aktion ist sie dereinst auf Leukin aufmerksam geworden. Und: „Ich habe nach einem Feld gesucht, in dem ich mich ehrenamtlich engagieren kann.“ So kam Macke die Idee, einen Service-Point in Oldenburg ins Leben zu rufen. Denn: „Mich hat genervt, dass ich vor Ort nicht mehr helfen kann.“ So hat sie Kontakt zum Verein gesucht.

794 Treffer in der Datei

Gemeinsam mit Meike Hinrichs vom erweiterten Vorstand des Vereins hat sie das nun möglich gemacht. Bei ihrem Chef, Alexander Matz (32), hat sie mit ihrer Idee offene Türen eingerannt. „Das ist eine super Sache“, lobt der Chef. Dass sich Jessica Macke während ihrer Arbeitszeit für den Verein engagiert, ist für Matz auch kein Hindernis: „Ich sehe da kein Problem, die Zeit ist natürlich geschenkt. Und wenn jetzt auf einmal 1000 Menschen kommen die sich typisieren lassen wollen, finden wir dafür sicherlich auch eine Lösung.“

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Seit 22 Jahren kämpft der Verein Leukin gegen den Blutkrebs, indem er Menschen dafür gewinnt, sich als Stammzellenspender typisieren zu lassen. Mehr als 74.000 Menschen hat der Verein erreicht. 794 Mal war bereits ein Treffer dabei, der einem an Leukämie erkrankten Menschen die Chance auf ein Weiterleben ermöglichte. Dabei unterstützt der Verein die DKMS und deren weltweites Register, das derzeit 8,3 Millionen Mitglieder zählt. Und: Bei der DKMS kostet einen Typisierung 35 Euro, wer sich über Leukin registrieren lässt, zahlt nichts. Die Kosten übernimmt der Verein, der sich komplett aus Spenden finanziert. So auch im Fall derjenigen, die sich in der Zahnarztpraxis typisieren lassen wollen.

„Der Vorgang ist eigentlich einfach“, erklärt Meike Hinrichs. Drei Stäbchen, ähnlich einem Wattestäbchen, müssen nacheinander an der Innenseite der Wange gerieben werden. Dadurch wird eine Probe aus Speichel und Zellen entnommen. Schmerzhaft ist das nicht. Dazu muss noch ein entsprechendes Formular ausgefüllt werden. Dabei ist Jessica Macke behilflich. Zum Schluss kommt alles in einen großen Umschlag und wird an die DKMS geschickt.

Selbst testen

„Wir können den Menschen die Sets mit nach Hause geben, oder sie können sich vor Ort registrieren“, sagt Macke. Denn eines ist ganz wichtig: Die Stäbchen dürfen von keiner anderen Person als derjenigen berührt werden, die sich typisieren lassen will, um Verunreinigungen vorzubeugen. Bei denen, die als Spender in Frage kommen, läuft die Entnahme laut DKMS in 80 Prozent ähnlich einer Blutplasmaspende. Bei 20 Prozent wird unter Vollnarkose Knochenmark entnommen.

Der Service Point ist ab sofort zu den üblichen Öffnungszeiten der Zahnarztpraxis geöffnet.


Mehr Infos unter   leukin.net 

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Mareike Weberink Redakteurin / Redaktion Oldenburg
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