Oldenburg Das Ergebnis der Landtagswahl schmerzt noch immer. Doch einige Tröstungen hält die Entwicklung der vergangenen Monate für die CDU Oldenburg bereit. Beim gut besuchten Neujahrsempfang (rund 70 Gäste) am Dienstagabend im Patentkrug an der Wilhelmshavener Heerstraße prägten neben altgedienten Parteimitgliedern auch junge Gesichter das Bild.

Der neue niedersächsische CDU-Generalsekretär Kai Seefried war mit seiner Analyse schonungslos: „Wir haben unser Wahlziel klar verfehlt, es gibt nichts schönzureden“, sagte der 40 Jahre alte Abgeordnete aus Drochtersen zur Platzierung als nur zweitstärkste Fraktion.

In klaren, präzisen Worten umriss Seefried die Strategie des Landesverbandes bis zur nächsten Wahl 2022. Die CDU will demnach nicht nur Inhalte „authentisch vermitteln“, wie es hieß. Die Partei dürfe nicht nur den Verstand ansprechen, sondern müsse wieder die Herzen der Menschen erreichen.

Der Koalitionsvertrag der Landesregierung hält, wie Seefried anführte, mehrere Bonbons für Oldenburg bereit. Da sind nicht nur die zusätzlichen Studienplätze für die European Medical School. Das Institut Offis soll eines der Standorte für die Digitalisierungsoffensive des Landes werden. Und der CDU-Politiker bekräftigte die Ankündigung der Vorgängerregierung, einen SEK-Standort in Oldenburg aufzubauen.

Bereits gut im neuen Mandat angekommen ist Esther Niewerth-Baumann. Die CDU-Fraktionsvorsitzende im Rat war nach einem spannenden Wahlabend noch knapp in den Landtag eingezogen. Nach vierjähriger Vakanz ist die Oldenburger CDU damit wieder mit einer eigenen Abgeordneten im Landtag vertreten. Ihr Büro in der CDU-Kreisgeschäftsstelle Unterm Berg sei eingerichtet, die beiden Mitarbeiter Oliver Bloch und Hendrik Klein hätten die Arbeit aufgenommen.

Stellvertretende Vorsitzende im Ausschuss für Rechts- und Verfassungsfragen, Sprecherin für Justizvollzug und Strafvollzug, Mitglied im Ausschuss für Wissenschaft und Kultur: Die 49-jährige Juristin hat sich bereits voll und ganz in die neue Arbeit in Hannover gestürzt.

Kreisvorsitzender Michael Eggers hofft, dass die CDU nach den beiden anstrengenden Wahlkämpfen nun Zeit für strukturelle Fragen hat. Unter anderem sollen Abläufe innerhalb der Gliederungen des Landesverbandes, zum Beispiel im Bereich Abrechnungen, optimiert werden.

Christoph Kiefer Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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