Oldenburg Folgt auf das Böllerverbot an Silvester in Hamburg auch ein ähnliches Verbot in Oldenburg? In diesem Jahr soll es am Hamburger Jungfernstieg kein Feuerwerk zum Jahreswechsel geben. Unter anderem weil die Gefahr für Passanten dort gestiegen sei. Mehrere Menschen waren im vergangenen Jahr verletzt worden.

Die „Deutsche Umwelthilfe“ (DUH) hat 98 Städte aufgefordert, die Silvester-Böllerei zu verbieten oder zumindest stark einzuschränken. Auch Oldenburg gehört zu den Großstädten, die die DUH im Blick hat. Der Verein begründete seine Forderung indes mit der Luftreinhaltung. In vielen Städten liege die Feinstaubbelastung laut DUH über dem Wert von 20 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Diesen Grenzwert habe die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlen. Laut Umwelthilfe haben Stuttgart, Gelsenkirchen und Berlin mit 29 Mikrogramm die höchsten Werte. Oldenburg komme auf 22 Mikrogramm, heißt es in einer Pressemitteilung der DUH.

Die Stadt Oldenburg lehnt ein striktes Verbot von privat gezündeten Feuerwerkskörpern am Jahreswechsel ab. „In der Stadt Oldenburg sind seit Beginn der kontinuierlichen Messungen im Rahmen der Luftschadstoffüberwachung durch das Land Niedersachsen keine Überschreitungen des Parameters Feinstaub festgestellt worden“, sagt Stadtsprecher Stephan Onnen. Die Stadt verfolge den Grundsatz, nur das zu reglementieren, was „dringend geboten erscheint.“ Der offizielle Grenzwert der Feinstaubbelastung liegt in Deutschland bei 40 Mikrogramm. Am 31. Dezember 2018 wurde in Oldenburg ein Wert von 17 Mikrogramm gemessen, Neujahr lag er bei 32 Mikrogramm, so Onnen.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Darüber hinaus habe es in Oldenburg bisher keine größeren Ausschreitungen in der Silvesternacht gegeben. „Polizei und Rettungsdienste haben in den vergangenen Jahren in ihren Bilanzen immer von vergleichsweise ruhigen und überwiegend friedlichen Jahreswechseln gesprochen“, sagt Onnen. Insofern gebe das Einsatzgeschehen den Erlass eines Böllerverbotes beispielsweise für die komplette Innenstadt nach den bisherigen Erfahrungen nicht her.

Lesen Sie auch:
Chelsy Haß Redakteurin / Redaktion Oldenburg
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.