Protest In Oldenburg
Schüler streiken für Klimaschutz

Rund 4000 Schüler gingen in Niedersachsen und Bremen für ein besseres Klima auf die Straße. Auch in Oldenburg streikten Schüler. Die Protestaktion unter dem Motto „Fridays for Future“ ist ein weltweites Phänomen.

Bild: Sascha Stüber
Fordern mehr Einsatz für den Klimaschutz: Etwa 50 Oldenburg Schüler demonstrierten in der Innenstadt.Bild: Sascha Stüber
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Oldenburg Mit Schulstreiks haben am Freitag fast 4.000 Schüler, Auszubildende und Studenten in Niedersachsen und Bremen für einen besseren Klimaschutz und gegen die Klimapolitik der Bundesregierung protestiert. In Oldenburg zogen bei der Protestaktion nach Polizeiangaben etwa 50 Schüler mit Transparenten durch die Innenstadt. In Hannover zählte die Polizei bei der bundesweiten Protestaktion „Fridays for Future“ rund 2.300 Teilnehmende. In Bremen waren es mehr als 400. Auch in Hildesheim gingen laut Polizei rund 400 Schülerinnen und Schüler auf die Straße.

In Göttingen demonstrierten mehr als 200 Jugendliche vor dem Rathaus. In Lüneburg kamen laut Polizei vor dem Rathaus ebenfalls etwa 200 zusammen. In Stade waren es nach Veranstalterangaben rund 250. Das niedersächsische Kultusministerium wies unterdessen in Hannover darauf hin, dass ein solcher Protest im Grundsatz nach dem Ende des Schulunterrichts stattfinden müsse.

„Wir begrüßen das Engagement der Schülerinnen und Schüler für den Klimaschutz sehr“, sagte eine Sprecherin von Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD). Dennoch lägen die Voraussetzungen für eine Beurlaubung vom Unterricht nicht vor. Zwar könne dem Grundrecht auf Meinungsfreiheit ein Vorrang vor dem staatlichen Bildungsauftrag eingeräumt werden. In diesem Fall müsse dies aber die jeweilige Schulleitung zuvor erlauben.

In Hannover zogen die streikenden Jugendlichen mit lautstarkem Protest von der City zum niedersächsischen Landtag. Auf Transparenten forderten sie „Rettet unsere Zukunft!“ und „Kohle stoppen, Klima schützen!“. Sie riefen: „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut.“ Redner warben für den Klimaschutz. Sie kündigten an, jeden Freitag weitere Streiks zu organisieren, bis die Politik handle. „Wir fordern den kompletten Ausstieg aus der Kohle und einen Wechsel zu erneuerbaren Energien“, sagte Lou Töllner (17) von den Organisatoren. „Das Thema darf kein Randthema bleiben.“ Die internationale Bewegung „Fridays for Future“ setze sich für die Einhaltung des Pariser Klimaabkommens ein.

Auch in Braunschweig und Osnabrück sowie weiteren mehr als 40 Städten bundesweit waren Schulstreiks geplant. Bereits im Dezember waren Hunderte Schüler in ganz Deutschland für den Klimaschutz auf die Straße gegangen.

Vorbild für die Streikenden ist die 15-jährige Schwedin Greta Thunberg, die mit einem mehrwöchigem Schulstreik internationale Aufmerksamkeit erlangte. In Australien und den USA seien ihr bereits Tausende junge Menschen gefolgt, erläuterte Töllner.

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