Oldenburg Nun äußert sich auch die Oldenburger Junge Union (JU) zu den Lobbyismus-Vorwürfen gegen den 27-jährigen Philipp Amthor. „Amthor hat einen Fehler begangen, hat damit das Vertrauen in ihn als Politiker erschüttert und eine bundesweite Debatte ausgelöst“, sagt Niklas Howad, Kreisvorsitzender der Jungen Union, gegenüber der NWZ. „Allein die im Raum stehenden Vorwürfe belasten das Verhältnis zwischen Politik und Bevölkerung und sind Wasser auf Mühlen der Extremisten.“

Polarisierender Politiker

Philipp Amthor galt lange als CDU-Hoffnungsträger. Seine politischen Ziele sorgten wiederholt für angeregte Diskussionen in der deutschen Politik. So zuletzt im Februar, als Amthor für ein Ende des Trennungsgebots von Geheimdienst und Polizei plädierte, um Terrorismus und Extremismus effektiver zu bekämpfen. Nun geriet der CDU-Youngster in Kritik. In einem Brief soll er Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier um politische Unterstützung für das US-Unternehmen August Intelligence gebeten haben. Diese fragliche Nebentätigkeit wurde ihm nun zum politischen Verhängnis.

Amthor galt lange als heißer Kandidat für den CDU- Landesvorsitz in Mecklenburg-Vorpommern. Wie am Freitag jedoch bekannt wurde, gab er nach einem Treffen des Landesvorstands in Güstrow seinen Rückzug der Kandidatur bekannt. „Die Konsequenz, nicht mehr für das Amt des Landesvorsitzenden in der CDU Mecklenburg-Vorpommern zu kandidieren, ist die richtige und notwendige Reaktion auf die Ungereimtheiten in Bezug auf seine Nebentätigkeiten und die Fragen, die sich daraus ergeben“, so Howad. Weiterhin erklärt der Kreisvorsitzende: „Es ist das Beste für die Partei und das Ansehen der gesamten Politik, jetzt die persönliche Karriere hinten anzustellen und auf die Kandidatur zu verzichten. Diese Entscheidung begrüßen und respektieren wir.“

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Zweite Chance verdient

Dennoch erklärt die Junge Union Oldenburg: „Mit Demut, nötigem Abstand und einer Reflexion der Fehler, die begangen wurden, denken wir, dass jeder Mensch eine zweite Chance verdient hat – auch in der Politik.“ Zweifel daran, dass Amthor alles nötige dazu beitragen wird, den Sachverhalt ausreichend aufzuklären, hat die Junge Union Oldenburg nicht. „Menschen machen Fehler, und als junge Christdemokraten wissen wir, dass kein Mensch ohne Tadel ist. Wenn Fehler begangen werden, ist es wichtig, dass man diese Fehler einsieht, klar kommuniziert und auch die notwendigen Konsequenzen daraus zieht.“

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