Oldenburg Die Befürworter einer harten Linie gegen den Eigentümer des Wallkinos erhalten prominente Unterstützung. Der SPD-Landtagsabgeordnete und Vorsitzende der SPD-Fraktion im Oldenburger Rat, Ulf Prange, fordert die Enteignung des Besitzers Ullrich Marseille. „Der Umgang mit der Immobilie ist unverantwortlich“, erklärte der SPD-Politiker am Rand des SPD-Parteitages am Samstag in Oldenburg. Das Grundstück in zentraler Lage sei von städtebaulicher Bedeutung. Der Eigentümer verweigere sich seit Jahren einer Entwicklung der leerstehenden Immobilie, sagte Prange. Zuvor hatte sich beteits die Linke in Oldenburg für eine Enteignung von Marseille ausgesprochen. Prange sagte, es sei klar, eine Enteignung sei „kein einfaches Verfahren“. Dennoch halte er diesen Schritt für notwendig.

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Fachleute der Stadtverwaltung hatten das Wallkino vor einigen Wochen auf die Bausicherheit hin überprüft. Marseille war aufgefordert worden, unter anderem die Wallstraße vor möglicherweise herabfallenden Dach-Teilen durch Fangnetze zu schützen. (Lesen Sie hier: Stadt Oldenburg steigt Besitzer aufs Dach)

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Piechotta im Amt bestätigt

Bei den Wahlen ist die Vorsitzende des SPD-Unterbezirks Nicole Piechotta für ein weiteres Jahr in ihrem Amt bestätigt worden. Beim Parteitag 79 Mitglieder der 32-Jährige ihre Stimme. Vier Mitglieder stimmten mit nein, acht enthielten sich. Das sind knapp 87 Prozent der Stimmen. Nicole Piechotta hat vor einem Jahr das Amt von Ulf Prange MdL übernommen, der den Fraktionsvorsitz im Rat vom verstorbenen Bernd Bischoff übernommen hatte. Bei ihrer Wahl im April 2018 war Nicole Piechotta mit 78 Prozent der Stimmen gewählt worden. Als Stellvertreter bestätigten die SPD-Mitglieder Ratsherrn Paul Behrens (68 Ja-Stimmen) und Hanna Naber MdL (87 Ja-Stimmen). Tom Schröder (79 Ja-Stimmen, Jusos) löst Wolfgang Weinert (AG60plus) ab.

Zentrale Themen waren der Wohnungsbau, Verkehr und Soziales. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann wies auf die Erfolge im Wohnungsbau hin. Seit 2014 seien in Oldenburg 4500 Wohnungen auf den Weg gebracht worden. Der Anteil an geförderten Wohnungen sei von zwei auf 18 Prozent gestiegen. Krogmann sprach sich für den Neubau des Stadtmuseums aus. Nach einer Bürgerbeteiligung, einer Machbarkeitsstudie und einem erfolgreichen Architektenwettbewerb sei nun der Zeitpunkt für eine Entscheidung gekommen. Krogmann unterstrich die Notwendigkeit einer zeitgemäßen stadtgeschichtlichen Präsentation. Er wies Vorwürfe zurück, sich mit dem Projekt selbst „ein Denkmal setzen“ zu wollen. „Es ist nicht mein Museum, dann der OB gut dasteht.“ Ziel sei es, Menschen in die Stadt zu holen, die bislang nicht ins Museum gingen.

Christoph Kiefer Chefreporter / Reportage-Redaktion
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