Oldenburg Bis zur nächsten Kommunal- und Oberbürgermeisterwahl 2021 ist noch einige Zeit hin. Doch Christoph Baak, der neue CDU-Stadtverbandsvorsitzende, hat seine Partei bereits beim Kreisparteitag am Dienstag eingestimmt. Der Nachfolger von Michael Eggers, der sein Amt zur Verfügung gestellt hatte, kündigte an, schon im nächsten Jahr einen Bewerber oder eine Bewerberin zu präsentieren. In den nächsten Monaten würden Gespräche geführt. „Der- oder diejenige soll sich einstellen können auf die Wahl.“ Er selbst stehe als Kandidat nicht zur Verfügung, sagte Baak der NWZ.

Amtsinhaber Jürgen Krogmann sei „dünnhäutig und kritikunfähig“, sagte Baak. Er übe Führung nach Gutsherrenart aus. „Jeder bekommt zu hören, was er will, damit keiner merken soll, dass er macht, was er will.“

Offensiver und präsenter will Baak, bislang einer der stellvertretenden Vorsitzenden, den Kreisverband aufstellen. Dazu gehöre, Mitglieder und andere interessierte Bürger stärker einzubinden. So werde die CDU nach der für Ende des Jahres erwarteten Entscheidung des Eisenbahnbundesamtes über die Baupläne der Bahn einen Sonderparteitag einberufen. Auch die geplante Straße über den Fliegerhorst will sich Baak „noch mal anschauen“. Für Interessierte werde die CDU Führungen über das Gelände anbieten und Trassen-Varianten diskutieren.

Baak kann sich nicht vorstellen, dass die CDU den Haushalt 2019 erneut mit der SPD beschließt. „Wir sind keine Mehrheitsbeschaffer.“ Eine zentrale Forderung werde sein, „ohne einen Euro Neuverschuldung“ zu planen.

Die Enttäuschung über das von der SPD vorangetriebene Ende der Förderschule Lernen „sitzt tief“. Baak betonte, es gebe – auch wenn dies immer wieder behaupt werde – „keine GroKo in Oldenburg“.

Der 52-Jährige wurde mit 56 von 63 Stimmen gewählt. Drei Delegierte stimmten mit Nein, vier enthielten sich bei der Wahl im Etzhorner Krug.

Eggers hatte die Parteiführung 2015 übernommen und war 2017 für zwei Jahre bestätigt worden. Der 46-Jährige begründete seinen Rückzug mit beruflichen Gründen. Ungewohnt deutlich kritisierte Eggers Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU), der offenbar „nicht weiß, wo das Oldenburger Land liegt“. Die Fraktion habe „ein halbes Jahr einen Termin beim CDU-Landeschef erbeten und nicht bekommen“. Vom Landesvorsitzenden der CDU Oldenburg, Franz-Josef Holzenkamp, hätte er sich mehr Unterstützung gewünscht.

Zur neuen stellvertretenden Parteivorsitzenden – neben den amtierenden Vize-Vorsitzenden Petra Averbeck und Klaus Raschke – wählte der Kreisparteitag die Studentin Annika Eickhoff (26) mit 56 Stimmen (eine Gegenstimme, fünf Enthaltungen).

Christoph Kiefer Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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