Oldenburg Hitze, Dürre, Starkregen, Überschwemmungen, Ungerechtigkeit, Ausgrenzung, immer knapper werden Ressourcen, zu viele Autos, zu wenig Alternativen: Mit den drängendsten Problemen unserer Zeit sind wir nicht alleine. China, die Niederlande, Frankreich, Russland, Dänemark, England, Israel, Südafrika – die ganze Welt muss sich mit neuen Zukunftsstrategien befassen.

Um gemeinsame und individuelle Lösungsansätze zu finden, widmet sich Oldenburg mit den Partnerstädten den 17 Nachhaltigen Entwicklungszielen der Vereinten Nationen. In fünf – Corona-bedingt – virtuellen Konferenztagen wurde unter dem Titel „UN!TE 2020 digitally“ speziell über drei Punkte gesprochen: Maßnahmen zum Klimaschutz, nachhaltige Städte und hochwertige Bildung (Ziel 4, 11 d 13).

Welche Themen werden gemeinsam behandelt?

Die Themenauswahl ist vielfältig und unterscheidet sich je nach Partnerkommune. Mit der französischen Partnerkommune Cholet etwa stehen Schüleraustausche, das Projekt „Bewege deine Städtepartnerschaft“ mit dem Fokus auf die Vernetzung von Sportvereinen sowie die Vernetzung von Bürgerinnen und Bürgern untereinander auf der Agenda. Mit Høje-Taastrup in Dänemark gibt es einen Austausch im Bereich Bau/Stadtplanung, von dem Oldenburg gute Anregungen erhalten kann, wie Stadtpressesprecher Stephan Onnen berichtet. Mit den niederländischen Partnern aus Groningen stehen die Themen Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Mobilität und die European Medical School im Vordergrund. Mit den chinesischen Partnern geht es um Schulpartnerschaften und Bildungsthemen wie ein Projekt zum Digitalen Lernen.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Von wem kann Oldenburg lernen?

„Grundsätzlich können wir von allen lernen – jeder Austausch bringt neue Sichtweisen und Anregungen, denn durch gegenseitigen Input werden Denkprozesse angestoßen“, sagt Oberbürgermeister Jürgen Krogmann, bei dem der Bereich Internationale Beziehungen angesiedelt ist – „von unseren dänischen Freunden können wir uns gute Anregungen im Bereich Bau- und Stadtplanung holen“.

Gibt es auch Streitpunkte unter den Kommunen?

Genau hier mache der internationale Austausch über Themen so viel Sinn. „Durch unterschiedliche Sichtweisen, kulturelle Einflüsse und auch rechtliche Rahmenbedingungen werden Lösungen ganz unterschiedlich entwickelt“, sagt der OB über die Zusammenarbeit.

Was wurde bei der Konferenz beschlossen?

Ziel und Ergebnis der Konferenz war ein Austausch mit den Partnern über eingegrenzte Themen (den SDGs 4, 11, 13), sagt Stephan Onnen. „Durch eine große Beteiligung und angeregte Diskussionen haben sich viele Punkte ergeben, an die angeknüpft werden kann.“

Wie geht es weiter – gibt es schon Pläne?

Im Nachgang wird eine Dokumentation der Konferenz fertiggestellt, außerdem finden bilaterale Nachbesprechungen statt. Konkrete Kontakte wurden schon hergestellt und Termine vereinbart, um gemeinsam auf Arbeitsebene einen Rückblick zu ziehen, heißt es von der Stadtverwaltung. Es gelte nun generell, Ideen zu konkretisieren und diese weiterzuentwickeln.

Oldenburg Vernetzt

Den Auftakt für „UN!TE“ gab 2018 eine Veranstaltung, zu der Vertreterinnen und Vertreter aller Oldenburger Partnerkommunen eingeladen waren, unter anderem gab es Workshops zu Themen wie Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft und Stadtentwicklung. Daraus hervorgegangen ist die Partnerkonferenz zu den 17 Nachhaltigen Entwicklungszielen – ein Projekt, das vom Bund gefördert wird.

Mit Buffalo City in Südafrika hat Oldenburg eine Klimapartnerschaft geschlossen. Aus einem gemeinsam erarbeiteten Handlungsprogramm sind verschiedene Projekte entstanden: Aktuell ein Nakopa Projekt (Nachhaltige Kommunalentwicklung durch Partnerschaftsprojekte), in dem eine Bildungskampagne zum Schutz der Trinkwasserressourcen in East London (BCMM) realisiert wurde. In der Vergangenheit wurden schon einige Projekte durchgeführt und abgeschlossen – im Bereich Bildung, regenerative Energie und Energiemanagement.

Ist Oldenburg auch für sich allein aktiv?

„Oldenburg ist bereits in diversen Bereichen aktiv“, sagt Stephan Onnen. Seit 2018 hat die Stadt eine Koordinatorin für kommunale Entwicklungspolitik, gerade erst wurde die Stabstelle Klimaschutz eingerichtet, generell werde das Thema „Nachhaltigkeit“ in diverse Prozesse eingebunden, – etwas bei Beschaffungen, Fortbildungen, in Info-Kampagnen und vielen mehr.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.