Oldenburg Die Landtagswahl, nur drei Wochen nach der Bundestagswahl sorgt für eine hohe Belastung bei allen, die sie vorbereiten und begleiten müssen. Leider scheint dabei nicht alles reibungslos zu laufen. Leser berichten zum Beispiel von nicht oder zu spät zugestellten Briefwahlunterlagen. Daher stellen sich viele Oldenburger die Frage, ob und wie sie ihre Stimme noch abgeben können.

Ist ein Antrag auf Briefwahl noch möglich?

Prinzipiell schon. Allerdings ist eine Briefwahl im eigentlichen Sinne, nämlich über den Postweg, nicht zu empfehlen. Denn das Wahlbüro der Stadt am Pferdemarkt hat schriftliche Anträge für ein Versenden der Unterlagen nur noch bis zum Mittwochmittag angenommen. Danach sei eine rechtzeitige Zustellung nicht mehr gewährleistet.

Auch wer seine Briefwahlunterlagen bereits erhalten hat, sollte sich gut überlegen, ob der Versand noch sinnvoll ist. Denn der Wahlschein muss spätestens am Sonntag, 18 Uhr, im Wahlbüro am Pferdemarkt eingetroffen sein. Kommt der Brief zu spät, wird er nicht berücksichtigt.

Allerdings ist es noch bis Freitagabend möglich, persönlich im Wahlbüro am Pferdemarkt vorbeizuschauen, vor Ort den Wahlschein für die Briefwahl zu beantragen, direkt seine Kreuze zu machen und den Stimmzettel einzuwerfen. Das Wahlbüro ist noch an diesem Donnerstag von 8 bis 18 sowie am Freitag von 8 bis 13 Uhr geöffnet.

Die Unterlagen sind nicht angekommen. Was nun?

Die NWZ erreichten Klagen von mehreren Lesern, dass sie Briefwahlunterlagen zwar rechtzeitig beantragt, aber nicht erhalten hätten.

Die Stimme ist allerdings nicht verloren. Die Stadt weist darauf hin, dass im Wahlbüro am Pferdemarkt die Möglichkeit besteht, den versandten Wahlschein ungültig zu machen und einen neuen zu beantragen. Dies ist in Ausnahmefällen sogar noch am Samstag, 14. Oktober, von 9 bis 12 Uhr möglich, sofern glaubhaft versichert wird, dass der beantragte Wahlschein nicht zugegangen ist.

Ist die Briefwahl auch im Wahllokal möglich?

Der Fall: Ein Paar wollte noch vor dem Urlaub per Briefwahl wählen. Doch die Unterlagen kamen erst nach der Abreise an. Am 14. Oktober kehren die Oldenburger zurück und wollen wählen. Die Lösung: Gemeinsam mit dem Wahlschein kann der Stimmzettel auch im Wahllokal abgegeben werden. Die Abgabe kann sogar in einem anderen Wahllokal als dem eigenen erfolgen. Es muss allerdings im eigenen Wahlkreis liegen. Oldenburg besteht aus zwei Wahlkreisen.

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