Oldenburg Breite Zustimmung für die Pläne zum Neubau des Stadtmuseums im Kulturausschuss: Alle Fraktionen stellten sich grundsätzlich hinter die inhaltliche und bauliche Neuausrichtung. Allerdings blieben in der Ausschusssitzung eine Reihe von Fragen unbeantwortet. Offen sei das Finanzierungskonzept, merkte Holger Onken (Linke) an. Thomas Theilsiefje (CDU) wundert sich, dass der Rat nicht einen Grundsatzbeschluss gefasst hat, bevor die Architekten zum Wettbewerb eingeladen wurden. Christine Wolff (Grüne) fragte, wie groß der Gestaltungsspielraum der Politik noch sei. Christoph Brederlow (AfD) wollte wissen, wie viele Stellen das Museum zusätzlich benötige.

Margrit Conty (SPD) sah keinen Anlass, vor einer möglichen Kostenexplosion zu warnen. Nicole Piechotta (SPD) forderte, „mehr Mut, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen“.

Amtsleiterin Nicole Deufel verwies bei Fragen zu den Finanzen an den städtischen Eigenbetrieb Gebäudewirtschaft und Hochbau. Wie viele neue Mitarbeiter benötigt würden, werde derzeit berechnet. Auch weitere offene Fragen werde das „Feinkonzept“ beantworten, das derzeit in Arbeit sei, sagte Frau Deufel. Sollte der Rat im Januar gegen den Neubau stimmen, würde ihr das zwar „das Herz brechen; aber dann wäre das halt so“, meint die Museumschefin.

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Das Projekt sieht einen Neubau im Bereich der jetzigen, 1967 errichteten Neuen Galerie sowie die räumliche und inhaltliche Ertüchtigung der historischen Villen vor. Als Oldenburg Museum wolle der Neubau eine „zeitgemäße Ausstellung zur Stadtgeschichte sowie Sonderausstellungsräume umfassen, die den konservatorischen/klimatischen Museumsstandards genügen“, heißt es in der Vorlage der Verwaltung.

Die Haushaltsmittel für den Bau würden in die nächsten Haushalts-Entwürfe eingestellt. Nach Abschluss des Architektenwettbewerbs solle der Rat Anfang 2019 über den Neubau beschließen.

Das Gesamtprojekt hat dem Bericht zufolge ein Investitionsvolumen von 17 Millionen Euro, davon entfallen etwa 14,5 Millionen auf den Bau. Rund 2,5 Millionen betreffen die Einrichtung des Museums. Die vorgesehene Förderung des Bundes beträgt 8,5 Millionen Euro. Die Anwerbung weiterer Fördermittel werde angestrebt, so dass für die Stadt „ein Investitionsvolumen zwischen sieben und maximal acht Millionen Euro verbleibt“.

Der Zeitplan sieht vor, dass der laufende Architekturwettbewerb Anfang 2019 abgeschlossen ist. Für Bebauungsplan und Bauplanung sind die Jahre 2019/2020 vorgesehen. Der Bau soll 2020 beginnen und 2022 abgeschlossen sein. Die Eröffnung ist für September 2022 geplant.

Christoph Kiefer Chefreporter / Reportage-Redaktion
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