Oldenburg Klimaziele erreichen oder Wirtschaftsinteressen vertreten? Das ist die große Frage bei der diesjährigen Simulation des Europäischen Parlaments (Simep). Dort werden Abläufe des europäischen Regierungsapparates nachgestellt. 140 Schüler, Studenten, aber auch Auszubildende bekommen so die Möglichkeit, selbst in die Rolle eines Abgeordneten zu schlüpfen und an Fraktionssitzungen, Ausschüssen und am großen Plenum teilzunehmen.

Das große Thema der zweiten Simep-Auflage ist die Umweltpolitik mit dem Fokus auf Verkehr, Energie und Ernährung/Landwirtschaft. Dabei dürfte sich so mancher Nachwuchs-Parlamentarier, je nach dem, welcher Fraktion er vertritt, die Frage stellen, ob Wirtschaftswachstum und Umweltschutz überhaupt miteinander vereinbar sind. Hier galt es Lösungsansätze und Kompromisse zu finden.

Seinen Standpunkt dazu tat Mitorganisator Maximilian Kürten kund: „Der Klimawandel sollte nicht als Hemmnis der Wirtschaft abgetan werden.“

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Den Brexit nannte der SPD-Politiker Grant-Hendrik Tonne als schlechtes Beispiel für die EU. Der niedersächsische Kultusminister war wie auch Europaministerin Birgit Honé (SPD) zur Eröffnungsveranstaltung am Freitag im Alten Landtag an der Tappenbeckstraße eingeladen worden. Neben ihnen übernahmen auch die Mitorganisatoren Helge Peter Ippensen und Tomma Steggewentz das Wort.

Die Schülerinnen und Schüler – die meisten aus Oldenburg, zum Teil aber auch aus benachbarten Landkreisen – sollen durch das Planspiel Simep die Mechanismen der Politik besser kennenlernen und sich für ihre Positionen stark machen. Auch wenn man mal mit seinem Standpunkt auf Gegenwind stößt.

Wie praxisnah Simep funktioniert, zeigte sich auch zu Beginn der Eröffnungszeremonie. „Bitte erheben Sie sich nun für die Hymne der Europäischen Union“, klang es aus den Lautsprechern des Sitzungssaals. Als die Simep-Fraktionen den Saal verließen, begann ihr eng getaktetes Programm. Bei den Abendveranstaltungen sollten die simulierten Abgeordneten zum Austausch nutzen, um mit anderen Fraktionen Bündnisse zu schließen.

Bereits Donnerstag hatten Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft im Simep-Rahmen am Graf-Anton-Günther-Gymnasium eine Podiumsdiskussion geführt. Es debattierten die Wirtschaftswissenschaftlerin Prof. Dr. Claudia Kemfert, Dr. Urban Keussen (Technik-Vorstand EWE AG) sowie die beiden EU-Parlamentsfrauen Viola von Cramon-Taubadel (Grüne) und Lena Düpont (CDU).

Niklas Grönitz Volontär, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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