Oldenburg Ohne Ehrenamtler könnten viele Vereine und Institutionen nicht existieren. Sie sind Rückgrat und gute Seelen, Vorstände und helfende Hände. Zum Internationalen Tag des Ehrenamts, der seit mehr als 30 Jahren immer am 5. Dezember begangen wird, haben wir mit Menschen auf der Straße und exemplarisch für die vielen Menschen, die sich in Oldenburg engagieren mit der Freiwilligen Feuerwehr, der Caritas und dem OTB gesprochen.

Sport und Soziales

„Ohne das Ehrenamt wären wir aufgeschmissen“, sagt Juditta Hellbusch aus der Geschäftsführung des Caritasverbands Oldenburg-Ammerland. Als Beispiel nennt sie die zwei Sozialkaufhäuser, die die Caritas im Schulterschluss mit dem Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) betreibt: „Dort sind mehr als 80 Menschen engagiert. Ohne sie gebe es die Häuser nicht“, sagt Hellbusch. Als Dankeschön gibt es am Donnerstag eine Weihnachtsfeier. „Uns ist es ganz wichtig, das Engagement anzuerkennen und zu würdigen“, betont Hellmann. Der SkF bedankt sich seinerseits immer am 5. Dezember mit einem Frühstück bei allen Helferinnen und Helfern.

Davon hat auch der OTB eine ganze Reihe:  „Wir haben so viele Ehrenamtliche, die sich in ihrer Freizeit mit Leidenschaft für den Sport engagieren und sich so toll einbringen“, lobt die stellvertretende Geschäftsführerin Antje Neumann. Das reiche vom ehrenamtlichen Vorstand über die zahlreichen Abteilungs- und Übungsleiter bis hin zu den vielen helfenden Händen, ohne die ein Verein nicht existieren könne: „Da packen so viele mit an, bei den Punktspielen, beim Auf- und Abbau oder beim Trikotwaschen“, sagt Neumann.

Helfende Hände kennt auch Stadtbrandmeister Bernhard Möller, zuständig für die Freiwillige Feuerwehr: „Wir haben 225 Angehörige in der Einsatzabteilung, die 24 Stunden am Tag und an sieben Tagen in der Woche bereit stehen“, erklärt Möller.

Familien tragen es mit

Und das in ihrer Freizeit: „Daher möchte ich meinen Dank auch einmal an die Familien richten, die das Engagement mittragen und an die Arbeitgeber, die dem wohlwollend gegenüberstehen“, sagt Möller. Denn: „Unsere Einsätze sind ja nicht geplant. Sie kommen, wenn sie kommen. Egal, ob man gerade ins Kino oder zum Essen gehen wollte. Freizeitaktivitäten werden dann zurückgestellt.“

Dies sind nur drei Beispiele für das vielfältige Ehrenamt vor Ort. Eine, die tagtäglich mit Ehrenamtlern zu tun hat, ist Monika Engelmann-Bölts von der Fachstelle Bürgerschaftliches Engagement/Agentur Ehrensache.

5000 Menschen beraten

Seit 15 Jahren hilft die Einrichtung dabei, das passende Ehrenamt zu finden: „Wir haben 5000 Menschen beraten und vermitteln in mehr als 300 Einrichtungen, Institutionen und Projekte“, sagt Engelmann-Bölts. Menschen jeden Alters würden sich einbringen, „vom Azubi bis zum Senioren“, sagt die Leiterin, und auch die, die mitten im Familien- und Berufsleben stehen. „Ich finde das ganz, ganz toll, wie viele Menschen hier in Oldenburg mitgestalten und der Gesellschaft etwas zurückgeben wollen.“

Mareike Weberink Redakteurin / Redaktion Oldenburg
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.