Oldenburg Der Bedarf an Pflegekräften ist riesig. So lautete der Tenor des Frühjahrsempfangs des Bezirksverbandes Weser-Ems der Arbeiterwohlfahrt (Awo). Dr. Harald Groth, Vorsitzender des Awo-Bezirksverbandes Weser-Ems, verwies darauf, dass Fachkräften eine angemessene Bezahlung zustehe: „Tariflöhne sind nichts unwirtschaftliches.“

Das vorige Jahr sei laut Groth ein gutes Jahr für die Awo gewesen: „2019 ist eins der ersten Jahre gewesen, in dem wir Löhne refinanzieren konnten.“

Als Hauptredner hatte die Awo den Arbeitsminister Hubertus Heil eingeladen. Der SPD-Politiker nannte das neue Jahrzehnt eine Zeit der rasanten Veränderung. Eine Parallele zu den 1920er Jahren sei, dass viele Menschen unglaubliche Angst vor Veränderungen hätten. „Wir dürfen jedoch nicht so tun, als wäre das Land kurz vor dem Untergang“, betonte Heil. Mut mache, dass auch im Jahre 2020 die Arbeit nicht ausgehe: „Die Nachfrage an sozialen Dienstleistungen wird zunehmen“, sagte Hubertus Heil. Gleichzeitig werde sich zeigen, „wie menschlich die Gesellschaft bleibt“.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Um geeignete Rahmenbedingungen in der Pflege zu schaffen, rechnet Hubertus Heil damit, dass ein allgemeinverbindlicher Tarifvertrag für die gesamte Branche schon bald kommen werde. Allerdings sei es ein Irrtum, zu glauben, nur mit qualifizierter Zuwanderung aus Drittstaaten sei die Fachkräftelücke zu schließen.

Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann unterstrich, dass man Menschen nur in der Pflege halten könne, wenn gute Arbeitsbedingungen gewährleistet seien. Gute Tarife und ein gutes Image gehörten unbedingt dazu. Zudem sagte OB Krogmann, dass 15 Prozent der Menschen in Oldenburg über 70 Jahre alt seien: „Die Tendenz wird steigen.“ Die Demografie in der Stadt werde immer sichtbarer und eine andere Dimension annehmen.

Niklas Grönitz Volontär, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.