Oldenburg Erfreulicher Trend: Die Kriminalität in Oldenburg ist erneut gesunken. Im vergangenen Jahr registrierte die Polizei 14 124 Straftaten – 334 weniger als 2013. Das ist der niedrigste Stand seit mehr als 20 Jahren. „Diese positive Entwicklung beobachten wir mit großer Freunde. Es gibt aber keinen Grund, sich auf den Zahlen auszuruhen“, sagte Polizei-Chef Eckhard Wache am Mittwoch bei der Vorstellung der Kriminalitätsstatistik. Knapp 55 Prozent aller Straftaten wurden aufgeklärt (2013: 56,6 Prozent).

Nach der Häufigkeitszahl (das ist die Anzahl der Straftaten pro 100 000 Einwohner) gehört Oldenburg zu den am geringsten durch Kriminalität belasteten kreisfreien Städten in Niedersachsen.

Rückgänge gab es in verschiedenen Deliktsbereichen: Diebstähle, Raubüberfälle, Sexualstraftaten, Internetkriminalität, Sachbeschädigungen und Einbrüche. Gestiegen ist dagegen die Zahl der Körperverletzungen. Gemeldet wurden 1189 Taten (65 mehr als 2013), darunter waren 297 Fälle (2013: 279) von schwerer und gefährlicher Körperverletzung.

Zwei brutale Verbrechen musste der Zentrale Kriminaldienst (ZKD) bearbeiten: Der Mord an einer 22-Jährigen auf dem Gelände der ehemaligen Donnerschwee-Kaserne sowie die versuchte Tötung eines 25-jährigen Kramermarkt-Besuchers (NWZ  berichtete).

44,18 Prozent aller Straftaten machen den Angaben zufolge die Diebstähle aus. Hier sank die Zahl der Taten um 58 auf 6240. Im Einzelnen nahmen nicht nur die Ladendiebstähle (insgesamt 836 Taten) und Autodiebstähle (26 Taten) ab. Es verschwanden auch weniger Fahrräder (1930).

Als Erfolg der präventiven Arbeit wertete ZKD-Leiter Thomas Weber den erneuten Rückgang der Wohnungseinbrüche. Hier sank die Zahl um 18 auf 274 Taten.

Die Polizei ermittelte gegen 5466 Tatverdächtige (2013: 5392), darunter befanden sich 122 Kinder (121) und 525 Jugendliche (458).

Von den Tatverdächtigen kamen 61 Prozent aus Oldenburg. „Bei dem Rest hatten wir es mit überörtlichen Verdächtigen zu tun, was unsere Arbeit natürlich erschwerte“, so Polizei-Chef Wache.

Opfer einer Straftat wurden im Vorjahr 2151 Menschen. Lediglich fünf Prozent von ihnen waren älter als 60 Jahre.

Rainer Dehmer Oldenburg / Redaktion Oldenburg
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