Oldenburg /Wardenburg Schöne Neuigkeiten vom Oldenburger Verein „Kinder-in-Haiti“: Eine Spende über 6200,04 Euro aus Wardenburg ermöglichte die Aufnahme von zwei wenige Wochen alten Säuglingen in die Heimgemeinschaft des Inselstaates.

„Im Juni erhielt unser Heim eine Anfrage, ob die Aufnahme von fünf Wochen alten Zwillingen möglich sei“, erklärte Sprecher Carsten Dirks. Rund um Oldenburg begann die Suche nach der erforderlichen finanziellen Unterstützung. „Die Familien Harich und Heller aus Wardenburg unterstützen unser Projekt seit 2010. Aktuell haben beide Familien selber großzügig gespendet“, so Dirks weiter.

Zudem wurden vorhandene gute Kontakte zur Fritz-Henkel-Stiftung in Düsseldorf mobilisiert und zusätzlich die Fußball-A-Jugend des VfL Wardenburg überzeugt, das Hilfsprojekt von „Kindern-in-Haiti“ zu unterstützen.

So kam ein Spendenbetrag in Höhe von 6200,04 Euro zusammen, bilanzieren die Verantwortlichen des Vereins. Hilfsprojektgründer Ludger Kortmann reiste mit dem Wissen um die Spende zum jährlichen Besuch ins Heim nach Haiti in der Karibik.

Beide Zwillinge, Jefte und seine Schwester Jefline, wurden medizinisch untersucht, und als von den Ärzten „grünes Licht“ gegeben wurde, entschieden sich Kortmann und das Erzieherinnen-Team gemeinsam für die Aufnahme.

Nach Angaben der Verantwortlichen des Vereins ist die Versorgung von Kleinstkindern angesichts der hohen Säuglingssterblichkeit im Inselstaat Haiti ein Wagnis. „Andererseits haben wir bereits 2011 die damals zweijährige Namaylie aufgenommen und trauen uns nach den rundum positiven Erfahrungen die Aufnahme von Jefte und Jefline zu“, so Dirks.

Eine zusätzlich eingestellte Erzieherin sei ausschließlich für die Betreuung der beiden Zwillinge eingestellt worden. Diese kostspielige Lösung ist dank der bereits erwähnten, großzügigen Spende aus Wardenburg möglich geworden. Regelmäßige Besuche des Vertrauensarztes, Dr. Jean, in Cap Haitien und ein 24-Stunden-Betreuungsplan im Heim sollen sicher stellen, dass es den Zwillingen an nichts fehlt.

Der Verein „Kinder-in-Haiti“ hatte im Februar 2000 ein Waisenhaus in der Stadt Cap Haitien im Norden von Haiti gegründet (NWZ  berichtete). Im Februar 2010 folgten ein Haus für Erdbeben-Waisen aus dem Süden Haitis. Heute leben mehr als 30 Waisenkinder mit haitianischen Mitarbeiterinnen in einem großen Haus. Außerdem werden mehrere Jugendliche in angemieteten Wohnungen nachbetreut.

Die Sozialbehörden hätten in den vergangenen Jahren viele Kinderheime wegen Missständen aufgelöst, berichtet der Verein. Das eigene Haus erhalte wegen guter Arbeit dagegen Waisenkinder aus ganz Haiti.


Mehr Infos unter   www.kinderinhaiti.de 
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