OLDENBURG Er macht einen traurigen Eindruck, der Spielplatz hinter der Kirche St. Peter. Seit drei Jahren liegt auch das Gebäude des ehemaligen Kindergartens brach. Kinder und Betreuer mussten weichen, weil der sogenannte „K-Punkt“ entstehen sollte, mit verschiedenen kirchlichen Anlaufstellen. Brach liegt bis heute aber offenbar auch der Entscheidungsprozess innerhalb der katholischen Kirche.

Vor über vier Jahren wurde bereits verkündet, dort katholische Erwachsenenbildung, die Caritas und ein Beratungszentrum entstehen lassen zu wollen. Heute modern die Spielgeräte und der Sandkasten auf dem Hinterhof noch immer vor sich hin, das Holz vergammelt.

Peter Waschinski, Pressesprecher des Bischöflich Münsterschen Offizialats in Vechta, vermeldet Stagnation im Entscheidungsprozess: „Es haben seit Mai mehrere Beratungen beteiligter kirchlicher Rechtskörperschaften stattgefunden. Ergebnisse, die reif zur Veröffentlichung wären, liegen der Pressestelle noch nicht vor“, teilt er auf NWZ -Anfrage mit.

Seit Anfang des Jahres hat sich also offiziell nichts geändert. Während sich beim Forum St. Peter einiges entwickelt hat, ist im Gebäude direkt nebenan keinerlei Bewegung auszumachen. In seinen jetzigen Ausmaßen ist das Forum nicht auf die Räume des ehemaligen Kindergartens angewiesen.

Noch Ende 2007 demonstrierten die Eltern vehement dafür, den Kindergarten zu erhalten. Warum die Räumung damals so dringend notwendig war, ist auch heute noch nicht nachvollziehbar – von anstehenden Baumaßnahmen ist weit und breit keine Spur. 2009 wurden viele der nun „heimatlosen“ Kinder in der Kita Weskampstraße – nach Verzögerung durch Proteste der Anwohner – untergebracht.

Es scheint, als seien die „Visionen“ für den geplanten Komplex finanziell zu hoch angesetzt gewesen. Die Vorstellungen des Oldenburger Forums St. Peter, deutete Waschinski bereits im Mai an, seien den Gremien in Vechta zu teuer geworden. Trotzdem habe die Kirche die leer stehenden Gebäude keineswegs aufgegeben.

Der Aufbau des durchaus aktiven Forums St. Peter durch Pfarrer Egbert Schlotmann und Pastoralreferent Klaus Hagedorn erntet in Vechta derweil großes Lob. Die Arbeit der Seelsorger habe eine vielversprechende Entwicklung genommen und sei ein „Zukunftskonzept“ für die katholische Kirche, teilte das Offizialat mit.

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