Hannover /Oldenburg Fünf Wochen vor der Europawahl am 26. Mai suchen einige Kommunen in Niedersachsen noch ehrenamtliche Wahlhelfer. Dies ergibt sich aus einer Umfrage. In mehreren großen Städten ist die Quote der benötigten Helfer aber schon fast erfüllt. In den Rathäusern geht man davon aus, dass bis zum Wahltermin genügend Freiwillige gefunden werden können. Nach Angaben der Landeswahlleitung werden für die Wahl zum Europäischen Parlament rund 65.000 Wahlhelfer in Niedersachsen gebraucht. „Personen, die gerne bei der Auszählung der Wahl mithelfen möchten, wenden sich bitte an ihre Heimatgemeinde“, sagte eine Sprecherin.

Gesucht werden Stimmzähler beispielsweise in Oldenburg. „Die Resonanz der freiwilligen Wahlhelfer reicht voraussichtlich nicht, um den Gesamtbedarf zu decken“, sagte Sprecher Stephan Onnen. Dort werden 848 Wahlhelfer gesucht, bislang haben sich 252 Bürger gemeldet.

Aufruf der Stadt Oldenburg

In Osnabrück, wo zum Auszählen der Stimmen 1100 Helfer gebraucht werden, gibt es bislang 850 Zusagen. „Im Augenblick läuft es ganz gut, ich hoffe, dass es so weitergeht“, sagte der Leiter des Wahlbüros, Uwe Schmidt. In Osnabrück werden die Wahlberechtigten am 26. Mai zugleich mit der Europawahl über einen Bürgerentscheid abstimmen können. Dabei geht es um die Frage, ob die Stadt Osnabrück eine eigene kommunale Wohnungsgesellschaft gründen soll.

Auch in Lüneburg läuft parallel zur Europawahl noch eine weitere Abstimmung: Die Bürger sollen über einen neuen Landrat entscheiden. Insgesamt werden in Lüneburg 660 Stimmzähler gebraucht. Bislang haben sich 450 Freiwillige gemeldet. Für die Rekrutierung der noch fehlenden Kräfte setzt die Stadt auf Zeitungsaufrufe, Radiobeiträge, persönliche Ansprachen und das Melderegister.

In der Landeshauptstadt Hannover ist die Situation vergleichsweise entspannt. Hier gibt es 385 Urnenwahlbezirke und 84 Briefwahlbezirke - Einsatzorte für insgesamt 3900 Wahlhelfer. In den meisten Wahlbezirken habe man die erforderliche Anzahl der Helfer zusammen, sagte Stadtsprecher Dennis Dix. Punktuell werde nach Freiwilligen für Funktionen im Wahlvorstand, also etwa Wahlvorsteher oder Schriftführer, gesucht.

Die Wahlhelfer müssten einen halben Tag - sechs bis sieben Stunden - für ihre ehrenamtliche Tätigkeit einplanen. Dafür gibt es eine Aufwandsentschädigung von 30 Euro, Mitglieder des Wahlvorstands erhalten 40 Euro.

„Neben dem sonntäglichen Einsatz wird von allen Wahlhelfern erwartet, dass sie sich auf ihre jeweilige Tätigkeit vorbereiten“, sagte Rainer Keunecke, Sprecher der Stadt Braunschweig. Dazu würden ab Mitte April Internetschulungen und Broschüren zur Europawahl angeboten. Auch für diese Fortbildung müssten die Helfer noch ein bis zwei Stunden einplanen. In Braunschweig sind die benötigten 2000 Wahlhelfer rekrutiert, da die Stadt ihren seit 2016 bestehenden ständigen Pool aus Freiwilligen bereits im vergangenen Herbst aufgestockt hat: Auf einen Aufruf meldeten sich mehrere hundert Bürger.

„Die Stadt Wolfsburg hat ihre Wahlhelfer für die Europawahl gefunden“, sagte Sprecherin Elke Wichmann. 99,5 Prozent der 906 Wahlhelferposten seien besetzt. In den nächsten Tagen werde es aber noch einen Aufruf geben, um einige Reservekräfte zu gewinnen, die bei Krankheitsfällen einspringen könnten.

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