Betrifft: „Sorge wegen waghalsiger Flugmanöver“ (NWZ vom 11. März); zu Bundeswehr-Hubschrauber-Flügen unter der Huntebrücke

Ist es wirklich angemessen, dass man in diesen Zeiten fast eine ganze Seite über die Sorgen eines „erschütterten“ Bürgers berichtet, dem die durch die Bundeswehr aufgescheuchten Gänse und erschreckten Autofahrer am Herzen liegen? Wir können froh und dankbar darüber sein, dass wir in einem so sicheren Land leben. Daran hat auch die Bundeswehr mit ihren Bündnispartnern einen maßgeblichen Anteil. Für den Ernstfall muss man auch komplexere Übungen durchführen. (...) Die Zahl der Übungsgebiete ist schon klein genug. Fangen wir bald auch damit an, dass Feuerwehr und Rettungsdienst kein Martinshorn mehr nutzen sollen, weil hierdurch Tiere aufgeschreckt werden könnten? Und was ist mit den Autofahrern, die sich erschrecken, wenn ein Rettungswagen mit Blaulicht über die rote Ampel fährt?

Johannes Baumann per E-Mail

(...) Folgendes Szenario: Als Rettungshubschrauber nehmen Sie an einer Unfallstelle eine schwer verletzte Person auf und fliegen zu einem Krankenhaus. Nun zählt jede Minute! Auf dem Flug dorthin geraten Sie in schlechtes Wetter, die Wolken liegen bis auf der Brücke oder einer Stromleitung auf. Sie können radarmäßig durch die Wolken fliegen, aber nicht mehr beim Krankenhaus landen, sondern nur im kontrollierten Anflugverfahren auf dem nächsten Flugplatz landen. Das beste Verfahren ist der Weiterflug unter Sichtflugbedingungen. Hier misst der Pilot mit dem Radar die Höhe der Brücke und reduziert um einen Sicherheitsabstand unterfliegt er diese. (...) Das Unterfliegen von Brücken und Stromleitungen muss trainiert werden. Hierbei wird kein Mensch und Tier gefährdet. Mit Mutproben und Nervenkitzel haben diese Übungen nichts gemein. Der Autor dieses Leserbriefes war 25 Jahre Flugingenieur auf dem Such- und Rettungshubschrauber Bell UH-1D in Ahlhorn, Jever und Hamburg.

Manfred Pohl Oldenburg

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