Für und Wider Dezernentin Nießen

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Betrifft: „OB sagt Nein zu Wiederwahl der Baudezernentin“ (NWZ vom 14. August), und „Stets loyal verhalten“ (NWZ vom 15. August)

Wie kann es sein, dass die Bau- und Umweltdezernentin ihre erfolgreiche Arbeit nicht fortsetzen kann? Wie kann es sein, dass Herr Krogmann gegen fast alle im Rat vertretenen Parteien und gegen wesentliche Teile der eigenen Partei eine ihm genehme Person im Dezernat etabliert haben will, die nach seinen ganz eigenen Plänen städtische Entwicklung betreibt? Seine Begründung („neue Konzepte, eine Kultur des Möglichmachens ....“) lässt befürchten, dass hier ungebremste Baupolitik vorangebracht werden soll, bei der soziale, ökologische und kulturelle Aspekte mehr und mehr ins Hintertreffen geraten. Frau Nießen hat in ungezählten Sitzungen des Umweltausschusses bewiesen, dass sie trotz mancher unterschiedlicher Einschätzung und Zielsetzung auch für die Umweltverbände eine Dezernentin darstellt, die durch Klarheit ihrer Aussagen ebenso wie durch Dialogfähigkeit und Kompromissbereitschaft alle Mitglieder überzeugt. Alle politischen und gesellschaftlichen Kräfte der Stadt sollten sich dem Alleingang des OB entgegenstellen; Kontinuität, Verlässlichkeit und öffentlicher Dialog sind gefragt, nicht eindimensionale Personalpolitik eines abgehobenen Herrn Krogmann!

Rainer Buchwald
Oldenburg

Stets loyal verhalten? Eine Dezernatsleitung, die es allen recht machen will und ohne persönlich-fachliche Kante das Amt führt, muss langfristig scheitern. Wenn dazu noch Legislative und Exekutive eine kuschelige Einheit bilden, ist das nicht gut für das Gemeinwesen. Auch wenn es Ratsmitglieder bedauern, wenn Frau Nießen das Bett des gegenseitigen Verständnisses verlassen muss, für Oldenburg ist es eine Chance. (...) Eine stichhaltige Begründung für eine Wiederwahl von Frau Nießen habe ich von Ratsmitgliedern nicht gehört, es wurde harmonisch mit dem kleinsten gemeinsamen Nenner das Tagesgeschäft der Stadtentwicklung (...) abgearbeitet. (...) Wo sind die Defizite? Da ist vor allem der „Step 2025“, ein Über-Ich, das nicht an die Verpflichtungen des formalen Planungsrechts gebunden ist. Das „freie Spiel der Investoren“ wird gestärkt und führt zur Naturzerstörung durch das Bebauen beliebiger Grün- und Gartenflächen. Auch die überdimensionierte Stadthafenbebauung ist als Masse statt Klasse zu sehen, die Verkehrsanbindung dort wird noch Probleme bringen. Eine Fahrradbrücke wird die verschlafenen Chancen der Entwicklung zu einer Fahrradstadt auch nicht lösen. Das gilt auch für die „Innenstadt“, ein Thema, das viel Unzufriedenheit hervorruft. Alles in allem: ein „weiter so“ wäre nicht gut für Oldenburg. (...)

Manfred Murdfield
Oldenburg

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