Oldenburg Nach mehrjähriger Debatte steht eine Entscheidung über eine mögliche Umbenennung von Straßen im Stadtgebiet bevor. Der Rat befasst sich in seiner Sitzung am Montag, 29. Juni, 18 Uhr, im Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3, mit einer Bewertung der Forschungsergebnisse und der ausführlichen öffentlichen Debatte.

Wie berichtet, hat eine Kommission von Historikern um den Oldenburger Professor Dietmar von Reeken eine Liste von zehn Straßen erarbeitet. Die Namensgeber, darunter besonders der ehemalige Reichspräsident Paul von Hindenburg (1847-1934) und der oldenburgische Heimatdichter August Hinrichs (1879-1956), waren möglicherweise so tief in die Nazi-Diktatur verstrickt, dass sie nicht weiterhin durch Straßenbenennungen in Oldenburg gewürdigt werden sollten (NWZ  berichtete).

Die Verwaltung regt an, im Straßenraum ergänzende Informationen zu umstrittenen Namensgebern anzubringen. Eine Umbenennung berge dagegen die Gefahr, dass die Namen aus dem öffentlichen Bewusstsein getilgt würden. Die Entscheidung im Rat gilt als offen. Vor allem die SPD-Fraktion hat sich nicht festgelegt.

Im nichtöffentlichen Teil des Rates – und in der nicht öffentlichen Sitzung des Verwaltungsausschusses ab 17.30 Uhr im PFL – befassen sich die Ratsmitglieder mit den Bezügen des früheren Oberbürgermeisters Gerd Schwandner für seinen Sitz im Aufsichtsrat des Energieversorgers EWE. Die Grünen wollen wissen, ob Schwandner die Bezüge in Höhe von 20 000 Euro im Jahr behalten durfte.

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