Bei den massiven Belästigungen in der Wallstraße handelt es sich wohl um eine „Beleidigung auf sexueller Grundlage“ – was an sich schon ein Skandal ist. Klar ist aber auch: Sexuelle Belästigung kommt nicht erst mit den Asylbewerbern nach Oldenburg. Ginge es allein um die Pöbelattacken und Grapscher, derer Frauen sich oft genug erwehren müssen, wäre dies – bedauerlicherweise – kaum einer Zeile wert. Der „Aufschrei“, der 2013 über die sozialen Netzwerke den Alltagssexismus öffentlich machte, ist längst verhallt. Nach Köln war nun aber vor Oldenburg. Und die Angst, dass Belästigungen aufgrund anderer kultureller Hintergründe weiter zunehmen, wächst. Deshalb muss die Politik zwei Fragen schnellstens beantworten: Sollte ein Asylbewerber, der andere Menschen jeglicher Nationalität gefährdet, nicht vielleicht doch abgeschoben werden können – auch wenn sein Herkunftsland als nicht sicher gilt? Und: Dürfen sich deutsche Männer im eigenen Land mehr erlauben als Zugereiste? Es gibt noch viel zu klären. So oder so.


Den Autor erreichen Sie unter 
Marc Geschonke Redakteur / Redaktion Oldenburg
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

NWZONLINE-NEWSLETTER

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten.
Meine E-Mail wird nur zu diesem Zweck verwendet.
Einwilligung jederzeit wider­rufbar, Abmeldelink in jeder E-Mail. Die Datenschutz­erklärung habe ich zur Kenntnis genommen.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.