Oldenburg Nun werden auch in der Stadt Oldenburg außerhalb des Fliegerhorsts Flüchtlinge in einer Turnhalle als Notquartier untergebracht. Bereits am Wochenende hatte das Land die Stadt um Amtshilfe ersucht und um Platz für bis zu 100 Menschen gebeten.

Die ersten werden am Sonnabend, 31. Oktober, eintreffen und in der ehemaligen Tennishalle des Post SV an der Alexanderstraße untergebracht. Wie viele Menschen tatsächlich kämen, könne man noch nicht einschätzen, sagt Sozialdezernentin Dagmar Sachse. Betreut werden die Flüchtlinge von den Johannitern. Es wird darum gebeten, von spontanen Spenden vor Ort abzusehen.

Die Stadt hat die ehemalige Tennishalle vom Post SV bis zum 31. März 2016 gemietet. Und André Henkel, Vorsitzender des Vereins, sagt: „Wir freuen uns darauf, helfen zu können.“ Er betont aber auch, dass die Halle für den kommenden Sommer an die Skater gehe. „Wir stehen bei denen im Wort.“

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Noch vor 14 Tagen war man bei der Stadt davon ausgegangen, dass Oldenburg zunächst keine zusätzlichen Flüchtlinge unterbringen müsste. Dafür sah man drei Gründe: Die Stadt erfüllte bislang alle Quoten, verfügt mit Blankenburg über ein Erstaufnahmelager und hat bereits 500 Flüchtlinge in der Etzhorner Mios-Halle untergebracht.

Dass diese Zusage nun hinfällig ist, zeigt, welche Halbwertszeit Planungen haben. Damals hatte das Innenministerium alle Gemeinden und Kreise darauf vorbereitet, dass sie weitere Gruppen aufnehmen müssten. Möglicherweise hängt die Zuweisung damit zusammen, dass das Erstaufnahmelager Blankenburg nicht rechtzeitig fertig wird.

Ende des Sommers hatte es dazu geheißen, dass nach der Renovierung der Gebäude Anfang November die ersten Flüchtlinge in Blankenburg einziehen sollten. Von etwa 600 Menschen ist die Rede. Bereits an diesem Montag besichtigten Oldenburger Ratsmitglieder das ehemalige Kloster. Ob die Unterkünfte planmäßig Anfang November bezogen werden können, daran zweifelte mancher.

Ein Sprecher des Innenministeriums sagte, dass in Blankenburg gegenwärtig noch die Infrastruktur für Registrierung und medizinische Untersuchungen eingerichtet werde. Es sei möglich, dass es zu Verzögerungen komme. Inzwischen kursieren Gerüchte, dass in Blankenburg zusätzlich Container aufgestellt werden. Auch wird gemutmaßt, dass dort ein Abschiebelager für Balkan-Flüchtlinge eingerichtet werden könnte. Dazu nahm das Land jedoch keine Stellung.

Sabine Schicke stv. Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
Thorsten Kuchta stv. Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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