Oldenburg Aus der Traum vom gemeinsamen Familienleben auf dem Schiff im Oldenburg Hafen – jedenfalls vorerst. Die Suche nach einem Liegeplatz für das ehemalige belgische Kriegsschiff vom Kongo, die Espadon, haben Johannes Rohloff (33) und Linda Bäppler (39) ohne Erfolg aufgeben müssen. Die Stadt konnte den Eheleuten und ihren Kindern keinen Platz mit den notwendigen Versorgungsanschlüssen zur Verfügung stellen. Auch andere, wie zwei potenzielle Restaurantschiffbetreiber, warten auf eine Nachricht. Doch wird zurzeit untersucht, in welchem Umfang die Hafenkante am Stau saniert und erhöht werden muss.

Zukunftsweisend

Die frisch gebackenen Eheleute sehen die Entwicklung mit einem lachenden und weinenden Auge. Mit einem weinenden, weil das Schiff nun wohl nicht aus der Maleika-Werft in Bremen, wo es zurzeit umgebaut wird, nach Oldenburg zurückkehren wird. Mit einem lachenden, weil es nun im Obereiderhafen zwischen Rendsburg und Büdelsdorf dauerhaft festmachen kann. Dort werden, wie auf der Homepage der Stadt Rendsburg nachzulesen ist, „alle Anstrengungen darauf gerichtet sein, die entstandenen attraktiven Wasser- und Bauflächen des Obereiderhafens einer anspruchsvollen und zukunftsweisenden Nutzung zuzuführen. Von einer erfolgreichen Vermarktung der Flächen des Obereiderhafens werden nicht nur die Städte Büdelsdorf und Rendsburg profitieren, sondern der gesamte Stadt- und Umlandbereich wird an Anziehungskraft gewinnen und an den entsprechenden Synergieeffekten, beispielsweise in der Tourismusentwicklung, teilhaben können.“

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Der Hafen liegt direkt am Nord-Ostsee-Kanal – der neue Arbeitsplatz von Johannes Rohloff. Als Zweiter Offizier auf der Fehmarn-Fähre Puttgarden/Rödby arbeitet er nun nicht mehr.

35-Tonnen-Schiff

Stattdessen hat er sich beim Verein der Kanalsteurer beworben und schließt dort seine Ausbildung am 22. Dezember ab.

Die Kanalsteurer sind Pflicht für Schiffe, die mehr als 100 Meter lang sind und den Nord-Ostsee-Kanal passieren wollen. Auch dort hat er eine Woche Dienst und dann eine Woche frei. Doch lebt der 33-Jährige während der Arbeitswoche nicht dauerhaft auf einem Schiff, sondern kann es für die Freizeit verlassen und sich weiter um das Hausboot kümmern. „Dienstwohnung ist dann die Espadon“, freut sich Rohloff auf seine neue Aufgabe.

Für den Rest der Familie bleibt Oldenburg erste Wahl, sie hat gerade ein geräumiges Haus am Johann-Justus-Weg bezogen.

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Eindrücke von der Espadon und dem neuen LiegeplatzFoto: Martin Remmers
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Eindrücke von der Espadon und dem neuen LiegeplatzFoto: Martin Remmers
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Eindrücke von der Espadon und dem neuen LiegeplatzFoto: Linda Bäppler
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Eindrücke von der Espadon und dem neuen LiegeplatzFoto: Linda Bäppler
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Noch liegt die Espadon in Bremen, der Aufbau, in dem noch die Fenster fehlen, hat das einst 35-Tonnen-Schiff drei Tonnen schwerer gemacht. Anfang Oktober soll es nach Rendsburg verholt werden. Der neue Job von Rohloff macht es ihm zur Auflage, innerhalb einer Stunde nach einem Anruf für einen Einsatz an Bord des jeweiligen Schiffes zu gehen. Auf der Fahrt kann er dann von dort aus sehen, ob auf der Espadon alles in Ordnung ist – eine schöne Verstellung, da geht für ihn ein Kindheitstraum in Erfüllung.

Thomas Husmann Redakteur / Redaktion Oldenburg
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