Oldenburg Die evangelische Kirche im Oldenburger Land hat im kommenden Jahr drei Millionen Euro mehr zur Verfügung als im aktuellen Haushaltsjahr. Der Haushalt, der in dieser Woche der Synode vorgelegt wird, hat ein Gesamtvolumen von 96,9 Millionen Euro, teilte die für Finanzen und Rechtsfragen zuständige Oberkirchenrätin Dr. Susanne Teichmanis am Dienstag vor Journalisten mit.

Aufgrund der sehr guten Entwicklung der Kirchensteuer komme der Jahresetat, über den das 60-köpfige Kirchenparlament auf seiner Tagung in Rastede zu befinden habe, ganz unaufgeregt daher.

Die entspannte Haushaltslage sei allerdings kein Grund, den eingeschlagenen Sparkurs der Kirche im Hinblick auf die Finanzsituation im Jahr 2030 zu verlassen. Im Gegenteil, erläuterte Bischof Thomas Adomeit. Die Arbeit an dem Maßnahmenkatalog zur Haushaltskonsolidierung habe gezeigt, dass in einigen Bereichen schneller nachgesteuert werden müsse als erwartet. Generell sei man aber „mit gutem Gefühl“ unterwegs in Richtung 2030.

Bischof Adomeit wird auf der am Donnerstag in Rastede beginnenden Synodaltagung seinen ersten Bischofsbericht vorlegen. Der künftig für jede Herbstsynode vorgesehene Bericht soll laut Adomeit auch eine Motivationshilfe für kirchliche Mitarbeiter sein: „Ich will deutlich machen, dass es nicht schlimm ist, etwas nicht zu schaffen – aber es nicht zu versuchen, ist schade.“

Thema des Bischofsbericht wird auch der kirchliche Friedensprozess sein. Das Bemühen um Frieden dürfe kein Strohfeuer sein, sondern müsse kontinuierlich bearbeitet werden. Schwerter zu Pflugscharen zu schmieden sei noch keine Friedensarbeit. Die beginne erst, wenn mit dem Pflug gearbeitet werde.

Da auch Flucht und ihre Ursachen zum Friedensthema gehörten, werde er auch auf den Plan der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), ein Rettungsschiff im Mittelmeer zu betreiben, eingehen.

Synodenpräsidentin Sabine Blütchen wies darauf hin, dass sich die Synode auf ihrer letzten Tagung auch mit der Gründung einer reformierten Kirchengemeinde in Oldenburg beschäftigen werde.

Jürgen Westerhoff Redakteur / Regionalredaktion
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