Oldenburg Sein leises Weinen in der noch morgendlichen Stille der Kranichstraße hat den achtjährigen Joe am Samstag gerettet. Ein Passant hörte um kurz nach sechs Uhr Geräusche aus einem Gulli am Rand der Straße und reagierte sofort. Er gab über den Notruf den entscheidenden Hinweis, dann ging alles ganz schnell. Um 6.20 Uhr waren Polizei und Feuerwehr vor Ort, um 6.30 Uhr hatten die Einsatzkräfte den Gulli geöffnet und das Kind aus dem Schacht befreit.

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Rettung beobachtet

Eine Anwohnerin hat die Rettung beobachtet. „Sie haben ihn herausgezogen. Ein Polizist sagte, es sei Joe“, erzählt sie. „Der Polizist hat ihn beruhigt und gesagt: Das Versteckspiel ist vorbei, Joe. Du hast das Versteckspiel gewonnen.“ Dann hätten sich schon ein Notarzt und die Sanitäter um das Kind gekümmert. „Er war bei Bewusstsein“, so die Augenzeugin. „Es lief alles sehr ruhig ab. Sie haben den Jungen mit einer Rettungsdecke zugedeckt und zum Krankenwagen mitgenommen.“

Die Polizei hat inzwischen bekannt gegeben, dass der Achtjährige äußerlich in einem unversehrten Zustand ist. Er wird im Krankenhaus behandelt. Es wird nun ermittelt, wie der Junge in den Schacht geraten ist. Dazu öffneten die Polizisten noch am Samstagmorgen weitere Gullideckel in der Umgebung und untersuchten die anliegenden Gräben.

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„Ein Wunder“

Die Nachbarn, die die Ermittlungen in der Ammergaustraße am Morgen beobachteten, nahmen die Nachricht von der Rettung des Jungen sehr emotional auf. „Er lebt, Gott sei dank. Es ist ein Wunder“, sagte ein Mann. „Ich bin völlig aufgewühlt“, ergänzte seine Lebensgefährtin. „Ich habe das alles beobachtet. Ich habe erst Schlimmes befürchtet“, erzählt eine ältere Dame mit Tränen in den Augen.

Viele Menschen in Oldenburg hatten sich in der vergangenen Woche an der Suche nach Joe beteiligt. „Hier in der Straße und an dem Gulli ist uns aber in den letzten Tagen überhaupt nichts aufgefallen“, so eine direkte Nachbarin.

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Friederike Liebscher Redakteurin / Lokalredaktion
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