Oldenburg Wenn ein kirchliches Magazin im Oktober für den Kauf von Zimtsternen, Lebkuchenherzen, Spekulatius oder Anisknöpfchen wirbt, ist früh eine frohe Zeit angekommen. Da macht sich auch der Verein der Musikfreunde (VMO) auf, um Mitglieder, Freunde und Förderer zum Neujahrskonzert einzuladen, zum 7. Januar 2018.

„Wir haben immer weit vorausgeschaut“, sagt Constanze Schmidt-Wilkens, ohne sich ein Lachen zu verkneifen. In der Tat hat der Verein sein Angebot ausgebaut. „Vier Reihen haben wir etabliert“, verweist die 1. Vorsitzende auf solide Erweiterungen.

Gerade erst hat der VMO in der Exerzierhalle seine „Wort-Spiele“ veranstaltet. Das ist eine mittlerweile etablierte Reihe, bei der sich Instrumental-Künstler zu Musik und frechem oder hintergründigem Wortwechsel treffen.

Auch „Ton-Arten“ zählt zu den jährlich wiederkehrenden Sonderkonzerten, in dieser Spielzeit mit Romy Camerun und Band im PFL.

Natürlich gehört das Neujahrskonzert dazu, das längst vom Kleinen ins Große Haus umgezogen ist. Außerdem fördert der VMO junge Musiktalente. „Mehr ist ehrenamtlich auch nicht zu leisten“, sagt Schmidt-Wilkens zum Planungs- und Arbeitsaufwand.

Denn: „Kernstück bleibt unsere Reihe ,Große Pianisten im Kleinen Haus’“, führt sie aus. Die Reihe steht wie ein Monolith im VMO-Programm, stets sonntags um 11.15 Uhr. Dem legendären Altmeister Cyprien Katsaris folgt am 19. November der russische Star Sergej Babayan.

Die Reihe begann 1999 mit einem Auftritt von Rolf Plagge. Über 70 Pianisten von Weltrang haben seitdem im Kleinen Haus gespielt, von Rudolf Buchbinder über Lars Vogt, Nelson Freire, Andrej Gavrilow, Elisabeth Leonskaja, Marc-André Hamelin oder Ingolf Wunder bis zu Daniil Trifonov und Igor Levit.

Seit mehreren Jahren macht sich Dr. Volker Timmermann für den VMO auf die Pianistensuche. „Der hat einfach ein goldenes Händchen“, sagt die Vorsitzende über den Musikwissenschaftler. War die Pianistenreihe über Jahre sozusagen eine geschlossene Gesellschaft, so wartet der VMO mit einer „Neuerung“ auf. „Es gibt wieder Abos!“, verkündet Schmidt-Wilkens. Nur selten waren zuletzt welche frei geworden.

Doch es gibt nicht nur natürliche Abgänge. Es kehren auch Oldenburger nach dem Berufsleben der Stadt für den Ruhestand den Rücken. Zudem ist es einfacher geworden, zurückgegebene Karten noch kurzfristig an der Theaterkasse zu erwerben. Die Musikliebhaber wird es freuen.


     www.musikfreunde-oldenburg.de 
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