Oldenburg Sie wollen krebskranken Kindern Kraft geben und Mut machen. Deswegen fahren die „Mutmacher“, wie sie sich nennen, auch dieses Jahr wieder mit dem Fahrrad fast 50 Kinderkrebs-Zentren in Deutschland an. Sören Thormeyer (27) nimmt im fünften Jahr an der Regenbogenfahrt der deutschen Kinderkrebsstiftung teil. Im Alter von vier Jahren erkrankte er an Leukämie. Das ist ein Merkmal der Fahrradfahrer: Sie alle waren als Kinder oder Jugendliche selbst von Krebs betroffen. „Dieses Jahr erreichen wir 48 Kliniken mit 40 Fahrradfahrern“, sagt Thormeyer. Durch die Corona-Pandemie mussten sich die Teilnehmer in Kleingruppen aufteilen. Normalerweise fahren sie zusammen im Pulk. Thormeyer wurde auf seiner Tour von Radfahrerin Yvonne Wernicke begleitet, die etwas später dazustieß. Als Gastfahrer war auch Thormeyers Bruder Eike dabei.

Auch die Besuche der kinderonkologischen Stationen seien dieses Jahr anders ausgefallen, sagt Thormeyer: „Wir haben es teilweise über die Fenster gemacht.“ So hätten sie zu den jungen Patienten hochgewunken, um Kontakt zu ihnen herzustellen. Den Kindern Mut zu machen, sei enorm wichtig für den Genesungsprozess, sagt Thormeyer. Finanzielle Mittel allein könnten das nicht leisten.

In Oldenburg endete ihre diesjährige Fahrradtour. Thormeyer hatte bis hier 358 Kilometer auf dem Tacho. In normalen Jahren seien es etwa 600, sagt er. Empfangen wurden sie vom Personal des Elisabeth Kinderkrankenhauses und Pia Winter von der Elterninitiative krebskranker Kinder Oldenburg.

Nils Hannes Klotz Volontär, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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