Oldenburg „Wir hatten technische Probleme“, sagte Stadtsprecher Reinhard Schenke am Donnerstag: Wie viele andere Kreise und Städte in Deutschland hatte auch die Stadt Oldenburg einige Schwierigkeiten mit dem (Nicht-)Funktionieren der Warn-Apps am bundesweiten Warntag. Als um 11 Uhr die digitale Meldung angezeigt werden sollte, tat sich auf den Smartphones sehr vieler der 17 000 App-Nutzer in Oldenburg nichts. Ein Sprecher der Feuerwehr sagte am Nachmittag: „Es gab Verzögerungen über die Apps NINA und Katwarn.“ Einige Nutzer meldeten über den NWZ-Facebook-Auftritt, ihre Warnmeldung sei erst eine halbe Stunde später eingetroffen. Wieder andere bekamen überhaupt keine Nachricht von den Apps.

Bei Polizei gemeldet

Auch bei der Polizeiinspektion Oldenburg/Ammerland meldeten sich zu dem Thema vereinzelt Bürger über die Plattform Twitter, weil keine Warnmeldung einging. Das teilte der Pressesprecher Stephan Klatte mit.

Eine App-Panne also, die vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in Bonn so erklärt wurde: Viele Leitstellen hätten eigenständig die Warnung ausgelöst, obwohl dies eigentlich zentral gehandhabt werden sollte, „sodass es zu einer Überlastung des Systems gekommen ist“, so die Erklärung.

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Viele Oldenburger wunderten sich außerdem über das fehlende Sirenengeheul in Oldenburg, obwohl es bundesweit angekündigt worden war und auch in den umliegenden Kreisstädten Brake (Wesermarsch) und Westerstede (Ammerland) zu hören war. Die Begründung: In der Stadt gibt es laut Feuerwehrsprecher keine stationären Sirenen mehr, deshalb blieb es ruhig. Sämtliche stationären Sirenen wurden abgebaut, auch an den Wachen der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehren gibt es keine mehr, so die Stadt. Insofern werde kein Bürger bei Gefahrenlagen – etwa auch Bombenräumungen – auf diesem neuen Wege mehr gewarnt, wenn er keine App habe oder sie nicht funktioniere, räumte die Stadt ein.

Vorreiter Niederlande

Der Warntag soll künftig jedes Jahr stattfinden. Er dient als Vorbereitung auf Gefahrenlagen. In den Niederlanden werden jeden ersten Montag im Monat alle 3800 Sirenen getestet, in Tschechien jeden ersten Mittwoch des Monats.

Christoph Tapke-Jost Redakteur / Newsdesk
Karsten Röhr Redakteur / Redaktion Oldenburg
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