Oldenburg Das Stadtmuseum will seine drei Villen im Rahmen des Neubauprojekts sanieren und aufwerten. Das hat Museumsleiter Dr. Andreas von Seggern bei einem Vortrag vor dem Förderverein des Museums angekündigt. „Die Villen haben ein Alleinstellungsmerkmal über Oldenburg hinaus. Das ist ein Pfund für unsere Touris­muswerbung.“ Mit Nachdruck wandte sich von Seggern gegen Gerüchte, die Villen spielten für das Neubau-Konzept des Museums keine große Rolle mehr. „Von Anfang an ist das Gegenteil geplant.“

Zur Aufwertung gehöre, den derzeitigen Besucherzugang „Am Stadtmuseum“ auf die gegenüberliegende Seite an der Raiffeisenstraße zu verlegen, erläuterte die Amtsleiterin der städtischen Museen, Dr. Nicole Deufel. Der Garten solle neu gestaltet werden und schon den Zugang zu den Villen zum musealen Erlebnis machen. Durch die Verlegung werde der Hüppe-Saal des Stadtmuseums, durch den der Zugang heute führt, entlastet. „Das ist derzeit keine gute Lösung.“

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1914 hatte der Kunstsammler Theodor Francksen (1875–1914) seinen Kunstbesitz und seine beiden Villen („Francksen-Villa“ und „Jürgens-Villa“) der Stadt vererbt. Sie bildeten den Grundstock für das Stadtmuseum. 1986 kam die benachbarte „Ballinsche Villa“ dazu. Die drei Häuser geben mit ihrer ursprünglichen Einrichtung einen Eindruck in die Lebenswelt des 19. Jahrhunderts.

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Nicole Deufel und Andreas von Seggern betonten im Gespräch mit der Fördervereinsvorsitzenden Inge von Danckelman, es gebe bislang lediglich ein Grobkonzept für den Museumsneubau. Der Entwurf wurde in Zusammenarbeit mit der Berliner Ausstellungsagentur „Iglhaut + von Grote“ entwickelt und soll Ende Mai vorliegen.

Nähere Angaben zur inhaltlichen Ausrichtung des neuen Stadtmuseums, dem Zeitplan und den Kosten machten die beiden Führungskräfte nicht. Wichtig sei, dass die politischen Gremien zunächst eine Grundsatz­entscheidung zum Neubau treffen, dies werde für die Ratssitzung im August angestrebt.

Nicole Deufel unterstrich ihr Ziel, das Museum als Plattform für die Diskussion aktueller Fragen der Stadtgesellschaft zu öffnen. Dazu stehe sie im Austausch mit Initiativen und Gruppen. Von Seggern verwies darauf, das Museum benötige dringend Raum, um die Stadtgeschichte Oldenburgs präsentieren zu können. Hier bestehe „ein eklatanter Mangel“.

Christoph Kiefer Chefreporter / Reportage-Redaktion
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