Oldenburg Wo haben Oldenburger ihren Ursprung? Mit dieser Frage setzt sich die Oldenburgische Gesellschaft für Familienkunde (OGF) seit ihrer Gründung auseinander. Vor 60 Jahren haben sie die Zeitschrift „Oldenburgische Familienkunde“ ins Leben gerufen, in der Beiträge zur Familiengeschichtsforschung im Oldenburger Land veröffentlicht werden.

Für interessierte Ahnenforscher sind diese Zeitschriften eine wahre Fundgrube, wenn sie denn an das benötigte Exemplar kommen. „Viele Zeitschriften aus den älteren Jahrgängen sind bereits vergriffen. Um sie trotzdem der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen, wollten wir sie digitalisieren lassen“, sagte Vorsitzender Wolfgang Martens. „Familienforschung ist in. Es begeben sich immer mehr Menschen auf die Spurensuche und beschäftigen sich mit der Frage, wo sie eigentlich herkommen.“

Der Verein

Die Oldenburgische Gesellschaft für Familienkunde wurde 1927 gegründet. Der Verein sieht seine Aufgabe in der Ahnenforschung des alten Herzogtums Oldenburg.

Wolfgang Büsing gründete 1959 die Zeitschrift „Oldenburgische Familienkunde“. Bis 2008 erschien die Zeitschrift in Heftform. Jährlich erscheint ein Jahresbuch.

Die Mitgliederzahlen sind in den letzten Jahren gestiegen. Der Verein hat derzeit mehr als 770 Mitglieder.

    www.familienkunde-oldenburg.de

Das Besondere ist aber nicht, dass alle Hefte, Jahrbücher und Sammelbände der Zeitschrift von 1959 bis 2014 digitalisiert und auf der Website der Oldenburgischen Landesbibliothek online gestellt wurden. „Die Zeitschriften lassen sich auch nach Namen oder Stichworten mittels eines Programms durchsuchen“, sagte der stellvertretende Vorsitzende Dierk Feye. Außerdem lassen sich die Ausgaben als Pdf herunterladen. Die gesamte Nutzung der Datenbank ist kostenlos.

Wer jetzt beispielsweise den Namen „Engelbart“ in die Suchleiste eingibt, bekommt alle Seiten gezeigt, auf denen der Nachname erscheint. „So lassen sich Vernetzungen zwischen verschiedenen Generationen erkennen“, meinte Martens. In den Zeitschriften werden auf wissenschaftlicher Ebene nicht nur Familiengeschichten, sondern auch Schicksale von Einzelpersonen behandelt. Das ermöglicht auch tiefe Einblicke in die Sozialgeschichte der Region Oldenburg, so Bibliotheksleiterin Corinna Roeder.

Mehr als 7000 Seiten mussten für das Projekt digitalisiert werden. Die Kosten dafür trägt die OGF. Ein weiteres Projekt der Digitalisierung der Gesellschaft ist die Auswandererdatenbank, die mehr als 100 000 Menschen beinhaltet.

Jedes Jahr solle nun ein weiterer Band dem Online-Archiv hinzugefügt werden, so die Leiterin der Landesbibliothek. Bereits zu Beginn des Jahres hatte die Landesbibliothek die Handschrift „Beschreibung der Amtsvogteien Hatten und Wardenburg“ digitalisiert, während eine Ausstellung der OGF über den Beamten und Amtsvogt Traugott Schreber lief.


Die Zeitschriften finden Sie unter   www.digital.lb-oldenburg.de 
Nathalie Langer Volontärin, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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